Keine 3. Start- und Landebahn ! Info zum abgeschlossenen Raumordnungsverfahren:
Am 26.08.2006 hat die Regierung von Oberbayern das Raumordnungsverfahren zum Ausbau des Flughafens München eingeleitet und am 21.02.2007 mit einer positiven landesplanerischen Beurteilung abgeschlossen. Was damit auf die Natur und Bevölkerung im Umfeld des Flughafens zukommen würde: - massive Zunahme der Verlärmung: Mehr als 20.000 Bürger bekämen eine Lärmbelastung von > 50 dbA. Zunahme der Fluggäste bis 2020 von aktuell ca. 30 Mio. bis auf 55,8 Mio. - dabei Zunahme des Umsteigeranteiles von aktuell 33 % auf 45 % ! Ohne die 3. Bahn wäre auch ein Wachstum möglich: auf ca. 42 Mio Fluggäste bei etwa gleichbleibendem Umsteigeranteil.
- weitere Zerstörung des letzter Naturreste des Erdinger Mooses: durch die 3. Bahn Landverbrauch von 11.500.000 m² Boden, davon 3.260.000 m² betoniert. Verlust wichtiger Freisinger Naherholungsgebiete
- Zunahme der Belastung mit dem Klimakiller CO2 durch steigenden Flugverkehr: Die Lufthansa produzierte 2006 soviel CO2 wie ganz Bayern in einem Viertel Jahr. Bis zu 9 % der Erderwärmung sind Folge des Flugverkehrs. Zudem weitere Luftverschmutzung durch giftig-öligen Kerosinruß und gewaltige Mengen Feinstaub.
- Und zudem eine Erschließungsorgie weiterer Straßen und Schienenverbindungen zum Flughafen, einschließlich des Transrapid. Sie werden als Voraussetzung für das Wachstum und damit für die 3. Bahn aufgeführt.
Mehr als 41.673 Menschen aus der Region hatten sich im Raumordnungsverfahren gegen die Planung einer 3. Start- und Landbahn ausgesprochen! Auf diese Argumente geht die landesplanerische Beurteilung mit keinen neuen Daten ein (siehe Anlage der BN-Pressemitteilung vom 13.03.2007). Auch der Klimaschutz wird in der landesplanerischen Beurteilung mit nur einem Absatz pauschal abgehandelt, die Bedarfsprüfung wird auf das folgende Planfeststellungsverfahren verlegt. Damit weist die Beurteilung massive Mängel und Fehler auf.
Der angebliche Bedarf für die 3. Bahn wird in der Antragsbegründung mit einem internationalen Wachstum insbesondere der Umsteiger begründet. D.h. für die Region ist kein Bedarf nötig. Auch das angebliche internationale Wachstum ist künstlich hochgerechnet und geht von zahlreichen falschen Voraussetzungen aus. Der Flughafen und das angestrebte Wachstum wird nach wie vor hoch subventioniert.
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