Quelle: Statistisches Bundesamt
Quelle: Bay. Landwirtschaftsministerium
Wachstum mindert Lebensqualität
Nach dem Krieg brachte Wirtschaftswachstum Wohlstand. Die Zeiten sind vorbei. Längst müssten wir umsteuern auf eine Wirtschaft ohne Wachstum, doch hohe Ansprüche auf Kapitalrendite verhindern das.
Es ist unbestritten, dass der wirtschaftliche Aufschwung in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts die Lebensverhältnisse der Menschen in Europa erheblich verbessert hat. Das gilt in besonderem Maße für das »Wirtschaftswunderland« Westdeutschland.
Gleichzeitig ergaben sich neue Probleme: Dicke Luft, stinkende Flüsse und Seen, Müllberge, Artensterben. Dennoch ist Wachstum nach wie vor das unangefochtene Dogma der Wirtschaft. Auch in unserem Land tun Regierung und Politik alles, um für »angemessenes« Wirtschaftswachstum zu sorgen und verweisen stolz auf Wachstumserfolge. Und das, obwohl die Probleme bekannt sind oder bekannt sein müssten:
- Weiteres Wirtschaftswachstum trägt, nachdem wir einen hohen Standard erreicht haben, nicht mehr zur Verbesserung unserer Lebensverhältnisse bei.
- Wirtschaftswachstum trägt nicht mehr zur sozialen Sicherheit und zum sozialen Frieden bei.
- Nach wie vor zerstört die Art der Weltwirtschaft mit ihrem Drang zum Wachstum die Lebensgrundlagen in unserem Land und weltweit.
Warum aber muss die Wirtschaft wachsen? Warum kann nur kräftiges Wirtschaftswachstum verhindern, dass immer mehr Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren?
Die Wirtschaft wächst, wenn jedes Jahr mehr produziert und geleistet wird. Die Produktionsfaktoren sind im Wesentlichen Rohstoffe, Kapital und Arbeit. Dabei hat das Gewicht des Kapitals in den letzten Jahren erheblich zugenommen ...
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