Wohlstand schaffen ohne Wachstum
Wirtschaftswachstum gehört zu den zentralen Glaubenssätzen moderner Marktwirtschaften. Doch als Oberziel der Wirtschaftspolitik greift der Begriff viel zu kurz. Hier müssen endlich Prinzipien der Natur und ökologisch-soziale Standards berücksichtigt werden. Die Natur weist den Weg zu vertretbarem Wirtschaften.
Wirtschaftswachstum wird von fast allen Politikern als Schlüssel zu weiterem Fortschritt und zur Lösung dringender Probleme, allen voran der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Armut, gepriesen. Allerdings wird Wirtschaftswachstum spätestens seit der Diskussion des Club of Rome in den 70er Jahren um die »Grenzen des Wachstums« immer mehr als Ursache gravierender Umwelt- und Gerechtigkeitsprobleme erkannt.
Das Festhalten am Ziel des Wirtschaftswachstums hat fast vollständig vergessen lassen, dass Wachstum per se kein Selbstzweck ist, dass gut leben mehr ist als viel haben. Umwelt, Ökologie und Soziales sind kein Luxus, sondern Überlebensnotwendigkeit. Allein durch den Einsatz von Effizienz-Techniken könnten wir zum Beispiel ohne Verzicht auf Komfort bei gleichem Wohlstand und bei wesentlich mehr Arbeitsplätzen den Energieverbrauch um die Hälfte reduzieren ...
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