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Flughafen München: keine 3. Start- und Landebahn

 

Wieder 23.524 Einwendungen gegen die geplante 3. Start- und Landebahn am Flughafen München ! 

Die Flughafengesellschaft München (FMG) mußte nachbessern - ein erster Erfolg von BN und den 60.000 EinwenderInnen im bisherigen Verfahren. In einer Ergänzung zum laufenden Planfeststellungsverfahren wurden 1/3 der bisherigen Unterlagen überarbeitet.

23.524 Bürgerinnen und Bürger der Region und ganz Bayerns haben bis 26.05.2010 ihre Einwendung gegen die Planung erneuert und teilweise auch zum ersten mal neu eingewendet. Damit wird sich die Zahl der 60.000 Einwendungen in diesem größten derzeit in Deutschland laufenden Verwaltungsverfahren noch vergrößern.

Hier die Stellungnahme des Bund Naturschutz vom 25.05.2010 zu diesem ergänzenden Verfahren. Die von der FMG erstellten überarbeiteten/ neuen Unterlagen dazu finden Sie  hier auf der homepage der FMG.

Hier zur homepage des Aktionsbündnisses aufgeMUCkt (hier auch Hinweise auf Termine und Veranstaltungen), mit dem der BN eng zusammenarbeitet.

Hinweise zum bisherigen Planfesttellungsverfahren und zu Einwendungen sowie Ansprechpartner und Kontakte: siehe auf dieser Seite weiter unten.

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Fast 60.000 Bürgerinnen und Bürger aus ganz Bayern haben schon bisher (2007) im  Planfeststellungsverfahren Einwendungen gegen den Ausbau des Flughafens München mit einer dritten Start- und Landebahn bei der Regierung von Oberbayern eingereicht. Wir danken allen, die mit ihrer Einwendung dazu beigetragen haben, dass wir dieses Projekt verhindern können, die sich vor ihre Heimat, vor Klimaschutz und Naturschutz und gegen Größenwahn im Luftverkehr stellen.

Von 11. November 2008 bis Ende März 2009 wurden diese Einwendungen von der Regierung von Oberbayern mit dem Antragsteller "erörtert". Die Bilanz ist sehr positiv: ca. 4.500 Teilnehmer, davon alleine bei den Privatterminen ca. 3.200. Neben den Kommunen, Landkreisen und Verbänden (allein der BN hatte 4 Verhandlungstage) haben ca. 470 Privatpersonen sehr fundierte Argumente vorgebracht, warum sie gegen die 3. Bahn sind und sie unnötig ist. Hier zu Hilfestellungen für den Erörterungstermin und zu Bildern vom Erörterungstermin. 

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Die wesentlichen Argumente gegen die 3. Bahn finden Sie in der 163-seitigen Einwendung des Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) vom Dezember 2007 im Planfeststellungsverfahren:
Teil 1, Teil 2 zum download
sowie die Pressemitteilung dazu.

Zum Nachschlagen: hier noch die Hilfestellungen für die Erstellung der Einwendungen:

"Warum und wie einwenden?" zum download (Lang- und Kurzfassung).
Mustereinwendung der "Schutzgemeinschaft Erding-Nord, Freising und Umgebung" (19 Punkte) zum download
Kurze "Mustereinwendung" zum beliebigen Ergänzen und Ändern zum download.
"30 Argumente gegen die 3. Bahn" (Stand 18.11.07): Bausteine für Ihre Einwendung zum download.


                               

Ihre Ansprechpartner bei BN zum Thema "3. Startbahn":

Dr. Christine Margraf, Leiterin Fachabteilung München, Tel.: 089/548298-89, christine.margraf(at)bund-naturschutz.de  

Dr. Christian Magerl, MdL, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Freising, und Manfred Drobny, Geschäftsführer BN Freising und Erding: 08161/66099 und 08122/13801, bn.freising(at)t-online.de und christian.magerl(at)t-online.de

Wichtige links:  

Schon mehrere Demonstration und Großveranstaltungen waren ein voller Erfolg:

  • Demonstration am September 2009 im Flughafen München vor der Bundestagswahl mit ca. 4.000 TeilnehmerInnen: 3. Startbahn abwählen, Hier weitere Informationen: Pressemitteilung, die Reden und Bilder. Veranstalter (ViSdP): Aktionsbündnis aufgeMUCkt: 67 Bürgerinitiativen und Verbände der Region, Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN).
  • Groß-Demonstration am 06. September 2008 (vor der Landtagswahl) in München mit 10.000 Teilnehmern: "Wir sind Bayern: für ein lebenswertes Bayern". BN, aufgeMUCkt und zahlreiche andere Initiativen gegen unsinnige Verkehrsprojekte in Bayern (Isental-Autobahn, Donauausbau etc.)  Hier Bilder, Reden und mehr Infos).
  • Groß-Demonstration am 13.10.2007 in Dachau (Hier mehr darüber)
  • erste Groß-Demonstration am 12.05.2007 in München mit 18.000 Teilnehmern (Hier mehr darüber)
  • Demo am 8. Dezember 2007, dem Weltklimatag in Freising/ Attaching4.-5.000 Menschen für den Klimaschutz und gegen die geplante 3. Start- und Landebahn mit Fackeln und vielerlei Lichtern direkt am Flughafen-Zaun. Hier die Pressemitteilung

Bitte unterstützen Sie uns auch weiterhin mit Veranstaltungen, Aktionen, neuen Bürgerinitiativen, politischen Protesten, etc.

             

 

!!!  Ein neues Gutachten des Wuppertal-Institutes für Klima, Umwelt und Energie zur Entwicklung des Luftverkehrs !!!

und speziell auch an ausgewählten Flughäfen (München, Frankfurt u.a.) bestätigt die Argumente des BN, dass das Wachstum so nicht weitergehen kann, zahlreiche Maßnahmen zur Einschränkung von Flügen möglich sind (v.a. Verlagerung Kurzstreckenflüge auf Bahn) und daher auch kein Ausbau der 3. Bahn in München nötig ist.

Hier das Gutachten in Lang- und Kurzfassung. Autor: Dr. Karl Schallaböck, April 2008.

Auswirkungen der geplanten 3. Bahn:

Die 3. Start- und Landebahn wirkt sich auf die Menschen in der ganzen Region aus. Nach Feststellungen des Raumordnungsverfahrens werden über 500.000 Menschen durch den Ausbau mehr oder weniger tangiert.

Die Lärm- und Schadstoffbelastung sowie der Naturverlust sind zwar im direkten Umfeld des Flughafens am höchsten. Wieder einmal würde ein Stück unserer Heimat verloren gehen. Aber die Lärmbelästigung wird auch im weiteren Umfeld zunehmen, die Luftschadstoffe werden auch im weiteren Umfeld abgelagert, die Naherholungsgebiet im Wert beeinträchtigt und damit letztlich die Lebensqualität reduziert. Die Klimaerwärmung trifft uns alle, und auch der weitere Rückgang der Artenvielfalt trifft letztlich uns alle. Und es sind natürlich auch unsere aller Steuergelder, die in die Subventionierung des Luftverkehrs am Flughafen München fließen.

Und: Das Recht, die 3. Bahn einfach für unnötig zu halten, weil die angeblichen Kapazitätsengpässe hausgemacht sind und der Ausbau nur dem internationalen Wachstum der Lufthansa dient, ohne dass die Region davon einen Vorteil hat – dieses Recht (und die Pflicht) haben wir alle, deshalb NEIN zu dieser Planung zu sagen und Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder zu übernehmen, ihnen eine lebenswerte Umwelt zu sichern!

 

Hier zu Karten aus dem laufenden Planfeststellungsverfahren und Flugspuraufzeichnungen

Keine 3. Start- und Landebahn !  Info zum abgeschlossenen Raumordnungsverfahren:

Am 26.08.2006 hat die Regierung von Oberbayern das Raumordnungsverfahren zum Ausbau des Flughafens München eingeleitet und am 21.02.2007 mit einer positiven landesplanerischen Beurteilung abgeschlossen. Was damit auf die Natur und Bevölkerung im Umfeld des Flughafens zukommen würde:

  • massive Zunahme der Verlärmung: Mehr als 20.000 Bürger bekämen eine Lärmbelastung von > 50 dbA. Zunahme der Fluggäste bis 2020 von aktuell ca. 30 Mio. bis auf 55,8 Mio. - dabei Zunahme des Umsteigeranteiles von aktuell 33 % auf 45 % ! Ohne die 3. Bahn wäre auch ein Wachstum möglich: auf ca. 42 Mio Fluggäste bei etwa gleichbleibendem Umsteigeranteil.
  • weitere Zerstörung des letzter Naturreste des Erdinger Mooses: durch die 3. Bahn Landverbrauch von 11.500.000 m² Boden, davon 3.260.000 m² betoniert. Verlust wichtiger Freisinger Naherholungsgebiete
  • Zunahme der Belastung mit dem Klimakiller CO2 durch steigenden Flugverkehr: Die Lufthansa produzierte 2006 soviel CO2 wie ganz Bayern in einem Viertel Jahr. Bis zu 9 % der Erderwärmung sind Folge des Flugverkehrs. Zudem weitere Luftverschmutzung durch giftig-öligen Kerosinruß und gewaltige Mengen Feinstaub.
  • Und zudem eine Erschließungsorgie weiterer Straßen und Schienenverbindungen zum Flughafen, einschließlich des Transrapid. Sie werden als Voraussetzung für das Wachstum und damit für die 3. Bahn aufgeführt.

Mehr als 41.673 Menschen aus der Region hatten sich im Raumordnungsverfahren  gegen die Planung einer 3. Start- und Landbahn ausgesprochen! Auf diese Argumente geht die landesplanerische Beurteilung mit keinen neuen Daten ein (siehe Anlage der BN-Pressemitteilung vom 13.03.2007). Auch der Klimaschutz wird in der landesplanerischen Beurteilung mit nur einem Absatz pauschal abgehandelt, die Bedarfsprüfung wird auf das folgende Planfeststellungsverfahren verlegt. Damit weist die Beurteilung massive Mängel und Fehler auf.

 

Der angebliche Bedarf für die 3. Bahn wird in der Antragsbegründung mit einem internationalen Wachstum insbesondere der Umsteiger begründet. D.h. für die Region ist kein Bedarf nötig. Auch das angebliche internationale Wachstum ist künstlich hochgerechnet und geht von zahlreichen falschen Voraussetzungen aus. Der Flughafen und das angestrebte Wachstum wird nach wie vor hoch subventioniert.

 

 

Irrsinn des unbegrenzten Wachstums:

Nach einem aktuellen Gutachten des Institutes der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln werden für den Flugverkehr sogar solche Wachstumsraten prognostiziert, dass spätestens im Jahr 2025 weitere Ausbauten an den Flughäfen nötig sein werden. Für München wird eine 4. Bahn, für Frankfurt eine 5. Bahn gefordert - und zusätzlich ein Abbau der Bürgerrechte und eine Beschleunigung der Verfahren, die als großes Hinderniss auf dem Weg zum Ausbau gesehen werden. 

Lesen Sie hier im Original die Studie sowie die Pressemitteilung des BN dazu. 

Dies wäre klimapolitisch katatrophal und widerspricht allen Klimaschutz-Zielen, es würde eine unerträgliche Belastung der Bevölkerung vor Ort mit Lärm und Luftschadstoffen bedeuten und die Natur und Naherholungsräume um die Flughäfen weiter zerstören. Das Wachstum ist v.a. durch Billigflieger erzeugt und wird vom Steuerzahler subventioniert. Der BN fordert daher einen Abbau aller Subventionen, eine stärkere Verlagerung auf die Bahn und einen Verzicht auf jegliche weitere Ausbauten - für München sowohl der 3. als auch der 4. Bahn. Der BN lehnt zudem jegliche Beschränkung der Bürgerrechte bei den Verfahren strikt ab - das Gutachten zeigt, dass in den Köpfen dieser Gutachter die Bevölkerung um die Flughäfen nur noch als Hindernis auf dem Weg zum internationalen Drehkreuzen gesehen werden.

In folgenden Hintergrundinformationen finden Sie ausführliche Argumente:

  • ausführliche Stellungnahme des Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) im Planfeststellungsverfahren (163 S, vom 18.12.2007, Teil 1, Teil 2), s.o.
  • kurzer Flyer des BN: Klima schützen, Zukunft sichern, Heimat bewahren
  • ausführliche Stellungnahme des Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) im Raumordnungsverfahren vom 09.11.2006
  • Die Zusammenfassung der Stellungnahme zum Raumordnungsverfahren finden Sie in der Pressemitteilung vom 10.11.2006.
  • sowie in weiteren Pressemitteilungen des BN: Pressearchiv, Rubrik Verkehr
  • Hintergrundinfos (Vorträge) des Flugverkehrs-Seminar des BN "Ausstieg aus der Flughafen-Manie " am 04.11.2006 in Freising finden Sie hier:
  • Grußwort: Dr. Knur
  • Vortrag Werner Reh: "MUC - mehr als ein lokales Problem. Wege aus der Flughafenmanie"
  • Vortrag Dr. Heidemarie Wende: "Wirkungen von Fluglärm"
  • Vortrag Dr. Jürgen Maguhn: "Luftverschmutzung durch Flugverkehr"
  • Vortrag Ursula Philipp-Gerlach: "Rechtliche Rahmenbedingungen"
 

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