Der Dampfer "Gisela" am Wartaweiler Steg
Am 18. April 1907 wurde der Münchener Arzt. Dr. Karl Franke Eigentümer. Jahrzehnte hindurch war diese Familie mit Wartaweil verbunden. Ein kleiner Besitz gehört den Nachkommen von Dr. Franke in Oberhausen. Vor dem Ersten Weltkrieg 'wurde Wartaweil Bedarfs-Anlegestelle der Ammersee-Schifffahrt. Zwei Vormittags- und drei Nachmittagskursfahrten legten am Wartaweiler Steg an. Ein kleiner Kiosk bot Erfrischungen an. Von Bedeutung für den Fremdenverkehr war die Eröffnung des Restaurationsbetriebes im Schloss, dazu kam ein Segelboot-Steg für Gäste vom anderen Ufer. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde bis 1965 der Betrieb als Schloss-Cafe Wartaweil weitergeführt. Der letzte Wartaweiler Cafetier war Christian Schrauf — ein Herrschinger, der die Gaststätte vorbildlich führte. Die Bettenkapazität (13 Fremdenbetten) war gering.
Der Augsburger Industrielle und Kaufmann Otto Schnitzenbaumer erwarb den Betrieb. Das Schloss wurde umgebaut, es verlor die zinnenbewehrten Türme. Die Neugestaltung fügt sich gut in die Landschaft ein, der Schlosscharakter blieb gewahrt.