Christian Hierneis: Infos und Artikel
Christian Hierneis, Jahrgang 1963, ist seit 2002 Vorsitzender der BN-Kreisgruppe München und seit 2004 Beisitzer im BN-Landesvorstand. Er engagiert sich vor allem in den Bereichen Energie und Klimaschutz, Wasser, Daseinsvorsorge, Flächenverbrauch, Gentechnik, Artenschutz und Umweltbildung.
Lesen Sie hier eine Auswahl an Texten von Christian Hierneis. Warum zerstören wir Umwelt?
Es ist mittlerweile allgemein bekannt: Wir stehen vor gravierenden, vielleicht katastrophalen Veränderungen der Schöpfung: Der Klimawandel schreitet schneller als prognostiziert voran. Wir holzen dennoch den Regenwald ab, was den Klimawandel verstärkt. - Warum? Weil wir stets plausible Begründungen dafür finden. Und weil wir es bewusst in Kauf nehmen, die Lebensgrundlagen von uns und unseren Kindern zu zerstören. Lesen Sie einen bewusst provozierenden Beitrag von Christian Hierneis aus der Zeitschrift "Der Tierparkfreund": Das "Weil". Sind wir eine Katastrophe?
Ob Kriege oder Seuchen - keine Katastrophe in der Menschheitsgeschichte hatte tatsächliche Auswirkungen auf das alltägliche Leben später folgender Generationen. Folgt man den Szenarien von Klimaforschern und anderen Wissenschaftlern, wird das, was wir heute anrichten, auf vielleicht Millionen Generationen massive Auswirkungen haben. Und das, obwohl wir unser heutiges, alltägliches Leben und Handeln gewiss nicht als Katastrophe ansehen. Welche Rolle wird die heutige Menschheit in der Menschheitsgeschichte einnehmen? Was bewegt Naturschützer?
Eigentlich ist es ja zum Verzweifeln. Ewiggestrige wollen Laufzeitverlängerungen bei Atomkraftwerken und setzen das am Ende noch durch. Andere bzw. die gleichen versenken Milliarden von Steuergeldern als Rettungsschirme für untergehende Industriezweige und deren Manager, der CO2-Ausstoß steigt nach wie vor unaufhörlich an. Dabei gibt es für all das bessere Konzepte und Alternativen und viele Umweltschützer tun diese auch kund. Alles vergebens? Was bewegt unverbesserliche Natur- und Umweltschützer eigentlich dazu, unbeirrt an ihren Idealen festzuhalten und sich für sie einzusetzen? Rettung in zehn Jahren vielleicht
Das Jahr 2010 sollte in die Geschichte eingehen. So hatten es 190 Staaten der Erde im Jahr 2002 beschlossen. Denn im Jahr 2010 sollte der weltweite Artenschwund gestoppt sein. 2010 sollte das internationale Jahr der Biodiversität werden. Letzteres ist eingetreten, von der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt. Der weltweite Artenschwund hingegen vergrößert sich Jahr für Jahr. Der endgültige Stopp wurde nun sicherheitshalber um 10 Jahre auf 2020 verschoben. Wie man das bis dahin erreichen will, ist unklar, aber in 10 Jahren wird das schon gehen. Hat man 2002 auch gedacht … Gegen alles? Für alles!
„Der BN verfolgt das Ziel, die natürlichen Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen vor weiterer Zerstörung zu bewahren und wiederherzustellen.“ So steht es in unserer Satzung. Der BN hat also offensichtlich etwas, wofür er sich einsetzt. Im Gegensatz dazu steht der immer gerne wiederholte Vorwurf „Ihr seid doch gegen alles“. Diese Aussage kommt zumeist von Personen oder Personengruppen, die diese in der Satzung genannten Lebensgrundlagen in irgendeiner Form zerstören wollen oder deren Zerstörung billigend in Kauf nehmen. Naturschutz ist unverzichtbar
Füchse flanieren nachts auf dem Münchner Marienplatz, Wildkaninchen überqueren in der Dämmerung die Ungererstraße und die nächtlichen Aktivitäten der Steinmarder sind in Stadt und Landkreis hinlänglich bekannt. Tiere haben die Stadt und die Ortschaften im Landkreis als Lebensraum erobert. Dabei sind diese Tiere keine Stadtbewohner, sondern eigentlich in Wald und Flur beheimatet. Da sie dort jedoch in unserer ständig weiter zugebauten, zerschnittenen und vielerorts monokultivierten immer weniger Lebensräume finden, waren sie gezwungen, umzuziehen. Drumherum bauen statt umhauen
Unter dem heutigen Nutzungs- und Siedlungsdruck fallen immer mehr kleine und große Naturoasen der Bebauung und anderen vermeintlichen Notwendigkeiten zum Opfer. Für viele Bäume beispielsweise bedeutet das oftmals undifferenziert eingesetzte Argument „Verkehrssicherungspflicht“ das Todesurteil. Wir sollten nicht jeden vermeintlich wackeligen Ast abschneiden und zur Sicherheit den dazu gehörigen Baum gleich mit. Unsere Wiesen, das Grün an Straßenrändern, Wegstreifen oder Parkplätze könnte viel öfter naturnah gelassen werden. Mehr Bildung braucht das Land
Egal, was wir erreichen wollen, es hängt davon ab, dass wir Bewusstsein für unsere Anliegen bilden. Nur wenn die Menschen von unseren Anliegen überzeugt sind, sind sie auf unserer Seite. Das bedeutet jedoch, nicht nur aktuell gegen die Kanalisierung der Donau, Atomkraft oder Gentechnik in der Landwirtschaft aufzustehen, sondern heißt, von Anfang an so viele Menschen wie nur möglich von unseren Ideen zu überzeugen. Was wir und diese Welt brauchen, sind Menschen, die daran interessiert sind, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Wir wünschen uns was
Vom Klimawandel ist überall zu lesen und zu hören. Man könnte meinen, es wäre schon alles dazu gesagt. Aber haben es auch alle verstanden? Ich glaube nein. Es haben noch nicht viele verstanden, was der Klimawandel für uns bedeutet und wie man ihm entgegenwirken kann. Deshalb unser verfrühter Weihnachts- und Neujahrswunsch: Wir wünschen uns viele neue Mitglieder im Bund Naturschutz, denn auch wir als Umweltverband können nur etwas bewegen, wenn wir viele sind. Wenn jede und jeder einzelne von uns im neuen Jahr nur ein neues Mitglied wirbt, können wir ein Zeichen setzen. Sich ändern oder geändert werden
“Klimawandel” ist zunächst ein scheinbar abstrakter Begriff. Woher kommt er und was wird er bewirken? Hat er Konsequenzen für mich und meine unmittelbare Umgebung? Was können wir tun? Fragen, die dieser Beitrag in aller Kürze beantworten soll. Es liegt an uns
Alle reden von der Zukunft Deutschlands, doch keiner tut etwas dafür. Was haben nachfolgende Generationen davon, wenn im Geschichtsbuch steht, dass Bayern im Jahre 2007 einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren konnte, ihnen aber gleichzeitig die Luft zum Atmen fehlt, weil für den Umweltschutz kein Geld da war? Wenn tödlicher Atommüll noch in tausenden von Jahren unter ihren Füßen lagert? Gerade in der Politik wird ein Thema nach wie vor sträflich vernachlässigt: Der Umweltschutz. Auf in die Öffentlichkeit
Es gibt Themen, da wundert man sich, dass sie nicht oder nur wenig in die Öffentlichkeit transportiert werden. Eines dieser Themen ist die Gentechnik in der Landwirtschaft. Man sollte glauben, Gentechnik ist in aller Munde. In den Medien wurde zwar gelegentlich über die Verabschiedung des neuen Gentechnikgesetzes berichtet, dies jedoch meist an untergeordneter Stelle und ohne Hintergrundinformationen. Man könnte deshalb meinen, nur ein kleiner Teil der Bevölkerung wäre davon betroffen. Tatsächlich wollen jedoch über 70 Prozent der Bevölkerung kein Gen-Food kaufen.
|