Autoklima contra Klimaschutz
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät, möglichst auf überflüssige Extras in Fahrzeugen zu verzichten. Elektrische Fensterheber, motorgesteuerte Sitzeinsteller oder Klimaanlagen steigerten das Gewicht, den Benzinverbrauch und hätten oft auch andere umweltfeindliche Nebenwirkungen wie die Anheizung des Treibhauseffektes.
So seien beispielsweise neu zugelassene Fahrzeuge inzwischen zu rund 90 Prozent mit Klimaanlagen ausgerüstet. Eine Studie des Umweltbundesamtes belegt: Klimaanlagen tragen in hohem Maße zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei: Pro Jahr gelangen etwa 1,3 Millionen Tonnen des Kältemittels in die Luft. Zum größten Teil geschieht dies durch konstruktions- und altersbedingte Lecks. Klimaanlagen gelten bei Kältemittelaustritten bis zu 40 Prozent noch als funktionstüchtig! Ein Ergebnis der Studie war auch, dass die Wartung der Klimaanlagen nicht dazu beiträgt, diese Emissionen zu mindern. Wer seine Klimaanlage regelmäßig wartet, kann damit aber Energie einsparen und so zumindest den zusätzlichen Kraftstoffverbrauch eindämmen. Nach Angaben des BUND verbraucht ein Auto mit Klimaanlage auf hundert Kilometer im Durchschnitt etwa 0,8 Liter mehr Sprit.
Klimaanlagen sind laut BUND in unseren Breiten in der Regel überflüssig. Kleine Tricks verringern im Sommer die Innenraumwärme des PKW. Zum Beispiel heizen sich Autos mit hellem Lack nicht so stark auf wie dunkle Fahrzeuge. Ein Schiebedach oder leicht geöffnete Fenster reichen zumeist für die Kühlung. Vor der Abfahrt sollten alle Türen geöffnet werden, um für Frischluftzufuhr zu sorgen.
|