Kostenlose Entsorgung über Recyclinghöfe
Seit 1998 dürfen Batterien und Akkus in Deutschland nicht mehr in den Hausmüll geworfen werden. Trotzdem wird pro Jahr nur ein Drittel der verkauften Menge über das Gemeinsame Rücknahme System (GRS) entsorgt. Der Rest bleibt in den Haushalten liegen oder landet weiterhin im Hausmüll. So gelangen zum Beispiel pro Jahr etwa 400 Tonnen des giftigen Schwermetalls Cadmium unkontrolliert in die Umwelt.
Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) empfiehlt deshalb, zu Hause lagernde „Altlasten“ an die Rücknahmesysteme zu geben. Batterien aller Art aus Walkman, Handy, Akkuschrauber oder elektronischem Saugbesen müssen von Händlern oder Recyclinghöfen kostenfrei zurückgenommen werden. Geräteteile mit eingebauten Batterien wie zum Beispiel Integral-Filmkassetten für Polaroid-Sofortbildkameras können komplett zurückgegeben werden.
Größere Batterien und Akkus, zum Beispiel aus Booten oder Kraftfahrzeugen, werden von vielen Herstellern nicht nur entsorgt sondern auch abgeholt. Der BUND rät, schon beim Kauf auf Etiketten zu achten, die umweltschonendes und 100-prozentiges Recycling durch die Hersteller garantieren. Schadstoffarme Batterien sind auch am Umweltzeichen „Blauer Engel“ zu erkennen. Beim Kauf einer neuer Autostarterbatterie sollte man nicht vergessen, die alte abzugeben, da sonst ein Strafpfand anfällt. Am besten ist es laut BUND, so weit wie möglich auf batteriebetriebene Produkte zu verzichten. Als umweltfreundlichere Alternativen bieten sich meist Geräte mit mechanischem Antrieb oder Netzanschluss an. Und bunte Geschenkkarten machen auch ohne elektronische Musikbegleitung Freude. Weitere Informationen bietet die Broschüre „Batterien und Akkus - das wollten Sie wissen!“ des Umweltbundesamtes > www.umweltbundesamt.dehttp://www.umweltbundesamt.de/
(BUND, 2001)
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