Wandfarben mit Blauem Engel sind unbedenklich Beim Renovieren von Wohnungen und Häusern werden jährlich rund 500 000 Tonnen Wandfarbe in Innenräumen verstrichen. Vergessen wird dabei oft, dass viele Farben Schadstoffe wie Lösemittel oder Formaldehyd enthalten. Diese so genannten flüchtigen organischen Verbindungen können auch später noch freigesetzt und eingeatmet werden. Reizungen der Atemwege, Kopfschmerzen und unspezifische Beschwerden können die Folge sein.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät bei Wandfarben auf das Umweltzeichen Blauer Engel zu achten. Seit kurzem wird es auch für emissionsarme Wandfarben vergeben. Die Belastung der Raumluft mit organischen Lösemittel darf ein Minimum nicht überschreiten. Geringfügig noch vorhandene Schadstoffe sind unbedenklich für Gesundheit und Umwelt.
Umweltfreundliche Alternativen sind laut BUND auch Leim- oder sogenannte Kalkkaseinfarben. Beide Farben können selbst hergestellt werden. Leimfarbe wird mit Wasser, pflanzlichem Leim und Pigmenten angerührt. In Feuchträumen sollte sie nicht eingesetzt werden, da sie nicht wasserfest ist. Kalkkaseinfarbe hingegen ist wasserfest. Sie besteht aus Pigmenten, Magerquark und Sumpfkalk. Als Pigmente für beide Farben kommen Kreide, Marmormehl sowie bunte Erd- und Mineralpigmente in Frage.
(Berlin, 12.09.01)
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