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Umweltschutz


Im Kino: Plastic Planet

Wir spielen damit, wir essen und trinken daraus, wir kleiden uns damit, wir wohnen darin – in unserem Alltag ist Plastik allgegenwärtig. Der Regisseur Werner Boote macht sich in seinem Dokumentarfilm "Plastic Planet" auf eine Reise um den Globus, um herauszufinden, welche Folgen der Plastikwahn für uns und unseren Planeten hat.

"Wir sind Kinder des Plastikzeitalters" sagt Werner Boote. In eindrucksvollen Bildern und anhand zahlreicher Interviews mit Wissenschaftlern, Aktivisten und Industrievertretern macht er deutlich, dass wir schon längst auf einem Plastic Planet leben. Der BUND ist Hauptpartner des Films, der am 25. Februar im Kino zu sehen ist.

 

 

Plastik ist praktisch – überall

Plastik ist sehr langlebig. Bis es sich zersetzt, können Hunderte von Jahren vergehen. So sammelt sich das Material unaufhörlich in der Umwelt an: in den entlegensten Gebieten der Erde stößt Boote auf Plastikmüll. Auch die Ozeane sind mittlerweile plastikverseucht: im Nordatlantik gibt es einen Plastikstrudel, der seit 60 Jahren anwächst und inzwischen schätzungsweise doppelt so groß wie Texas ist. Das ist das Abfallproblem – Plastik kann aber auch bereits vor dem Entsorgen schädlich sein. 

In Alltagsprodukten aus Plastik sind nämlich zahlreiche Schadstoffe versteckt. Während des Gebrauchs können sie sich herauslösen – und dann in die Umwelt und den menschlichen Körper gelangen. Phtalate (Weichmacher) und Bisphenol A zum Beispiel. Diese Chemikalien werden im Blut nahezu jedes Menschen nachgewiesen. Sie wirken ähnlich wie Hormone – und können so das empfindliche Hormonsystem durcheinanderbringen. Besonders für Kinder ist das gefährlich, da ihre Entwicklung gestört werden kann. Zahlreiche Studien haben inzwischen gezeigt, dass Zivilisationskrankheiten wie Unfruchtbarkeit oder Krebs mit dieser Schadstoffbelastung in Zusammenhang stehen. 


Was tut der BN?

Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) macht sich zusammen mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) schon lange gegen Schadstoffe in Verbraucherprodukten stark. In Labortests wies der BUND kürzlich nach, dass viele Babyschnuller Bisphenol A enthalten. Seitdem verzichten zahlreiche Hersteller auf Kunststoffe mit dieser Substanz. Erfolgreich warb der BUND auch für die europäische Chemikalienverordnung REACH. Dadurch werden erstmals systematisch Informationen über die am häufigsten eingesetzten Chemikalien und ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt gesammelt. Hersteller und Händler von Alltagsprodukten sind verpflichtet, über die gefährlichsten Substanzen in ihren Waren zu informieren. Verbraucher, die wissen wollen, ob ein bestimmtest Produkt einen dieser Schadstoffe enthält, müssen dazu lediglich eine kurze schriftliche Anfrage stellen.  

 

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