Streuobst?
„Streuobst“ – hinter diesem Begriff vermuten viele das unter Obstbäumen verstreut liegende Fallobst.
Tatsächlich ist damit jedoch Obst gemeint, das von traditionell und Natur schonend bewirtschafteten Obstbeständen stammt. Die Bäume dieser Bestände stehen in Reihen, Gruppen oder auf größeren Flächen wie Wiesen locker verstreut – daher der Name. Kennzeichnend für Streuobstwiesen ist auch die Stammhöhe der Bäume von 1,60 Metern oder mehr.
Streuobstwiesen werden nur extensiv bewirtschaftet . Das heißt, chemische Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger kommen kaum zum Einsatz. Daher weisen die bunten Wiesen zwischen den verstreuten Bäumen einen besonders großen Reichtum an Tieren und Pflanzen auf.
Das Gegenteil einer Streuobstwiese sind Obstplantagen: Hier stehen niedrige Bäumchen schnurgerade aneinander gereiht wie auf einem Maisacker. Die Plantagenbäumchen werden intensiv gedüngt und mit Spritzmitteln behandelt. In Folge dessen fehlen hier sowohl die landschaftliche Attraktivität als auch die Artenvielfalt der Streuobstwiesen.
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