Erschossener Grenzverletzer
Vom Todesstreifen zur Lebenslinie: Die Wildnis der ehemaligen innerdeutschen Grenze besteht aus einer rund 350 Kilometer langen Biotopkette von der Ostsee bis zur bayerisch-tschechischen Grenze - dem "Grünen Band".
Bis zum Fall des eisernen Vorhangs war das Grüne Band teilweise vermint und eine Verbotszone für Menschen. Wer über die Grenze fliehen wollte, riskierte sein Leben. Viele DDR-Flüchtlinge wurden erschossen. An diese Schicksale erinnert ein Skulpturenpark im Landkreis Rhön-Grabfeld am Übergang der Bundesstraße 19 von Bayern nach Thüringen.
Heute verbindet das Grüne Band Lebensräume miteinander, die sonst in unserer intensiv genutzten Landschaft zerrissen sind. Für viele Tiere ein letzter Rückzugsraum und einer der ganz wenigen intakten Wanderkorridore.