Enoch zu Guttenberg: Politisches Engagement
Enoch zu Guttenberg stammt aus einer politisch sehr engagierten Familie. Sein Großvater, Enoch zu Guttenberg, war mit dem Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg befreundet und organisierte schon 1936 ersten Widerstand gegen das Naziregime.
Dessen Bruder, Karl Ludwig zu Guttenberg, gehörte zu den zentralen Personen des Hitler-Attentats und wurde 1945 von der SS ermordet. Der Vater des Dirigenten, später Staatssekretär im Bundeskanzleramt unter Kurt Georg Kiesinger, stand schon als junger Soldat vor dem Kriegsgericht, weil er sich weigerte, an Erschießungen von Juden in Polen teilzunehmen.
Der Dirigent selbst war (zusammen mit Naturschutz-Urgestein Hubert Weinzierl und dem Zoologen Bernhard Grzimek) Mitbegründer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der „Artists United for Nature“. Zusammen mit seinem musikalischen und politischen Mentor, dem Komponisten Karl von Feilitzsch, kämpfte er unter anderem gegen einen Großflughafen im Hofoldinger Forst bei München.
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