Diese alte Linde stürzte um ...
... und erhielt als Skulptur neues Leben.
Vom Naturdenkmal zum Kunst-denk-mal
Ein weiteres Projekt des BN-Aktiven und Bildhauers Wolfgang Fritz ist der Skulpturenweg im Landkreis Erding, der am 1. Juli 2008 eröffnet wurde. Alle Objekte des Weges wurden ausschließlich aus dem Holz ehemaliger Naturdenkmäler gearbeitet.
Es begann im Jahre 2001, als der Holzbildhauer und Naturschützer bei einer seiner Radtouren durch Zufall auf eine umgestürzte alte Linde aufmerksam wurde. Er sicherte sich einige Fragmente, um sie in seiner Werkstatt in Skulpturen zu verwandeln. Mittlerweile funktioniert die Zusammenarbeit z. B. mit den Gemeinden des Landkreises und der Unteren Naturschutzbehörde so gut, dass er „von Amts wegen“ über das Ende eines Naturdenkmals informiert wird.
Die aus zerstörter Natur entstandenen Skulpturen wurden großteils an ihrem Herkunftsort wieder aufgestellt und erinnern so an den Baum, aus dem sie „geschnitzt“ wurden.
Zudem dienen sie als Mahnmale gegen Umweltzerstörung und für den Schutz bedrohter Natur, die besonders im Landkreis Erding durch mehrere Großprojekte unter Druck gerät: vor allem die dritte Startbahn am Münchner Flughafen und die A 94 durch das Isental.