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Natur und Kunst


Landschaftsinstallation mit Totholz

Insekten und Pilze hatten die abgestorbenen Stämme schon in Besitz genommen, als das Totholz-Biotop auf einem Ökokonto-Grundstück der Stadt Erding im November 2007 offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde. Auf Initiative von Wolfgang Fritz, Mitglied der BN-Ortsgruppe Erding, hatten BN- und LBV-Mitglieder den neuen Lebensraum für bedrohte Insekten in etwa einjähriger Arbeitszeit geschaffen. Die Aktiven hatten das stehende Totholz durch große Wurzelteller und liegende Stämme ergänzt, Magerrasen angesät und Hecken gepflanzt.

Damit enstand zugleich auch ein Raum für Kunst: Mit dem Totoholz bildeten sie die von Sempt und Fehlbach geprägte Flusslandschaft nach. Die Installation trägt den Titel "Mäander und Welle". Die mächtigen Laubholzstämme stammen ausnahmslos aus dem Erdinger Stadtgebiet und verdanken ihre neue Bestimmung dem Sturm Kyrill, der im Januar 2007 über das Land fegte und vor allem im Stadtpark einige Bäume entwurzelte. Ein großer Wurzelteller und liegende Stämme ergänzen die Landschaftsinstallation.

 

Diese alte Linde stürzte um ...
... und erhielt als Skulptur neues Leben.


Vom Naturdenkmal zum Kunst-denk-mal

Ein weiteres Projekt des BN-Aktiven und Bildhauers Wolfgang Fritz ist der Skulpturenweg im Landkreis Erding, der am 1. Juli 2008 eröffnet wurde. Alle Objekte des Weges wurden ausschließlich aus dem Holz ehemaliger Naturdenkmäler gearbeitet.

Es begann im Jahre 2001, als der Holzbildhauer und Naturschützer bei einer seiner Radtouren durch Zufall auf eine umgestürzte alte Linde aufmerksam wurde. Er sicherte sich einige Fragmente, um sie in seiner Werkstatt in Skulpturen zu verwandeln. Mittlerweile funktioniert die Zusammenarbeit z. B. mit den Gemeinden des Landkreises und der Unteren Naturschutzbehörde so gut, dass er „von Amts wegen“ über das Ende eines Naturdenkmals informiert wird.

Die aus zerstörter Natur entstandenen Skulpturen wurden großteils an ihrem Herkunftsort wieder aufgestellt und erinnern so an den Baum, aus dem sie „geschnitzt“ wurden. 
Zudem dienen sie als Mahnmale gegen Umweltzerstörung und für den Schutz bedrohter Natur, die besonders im Landkreis Erding durch mehrere Großprojekte unter Druck gerät: vor allem die dritte Startbahn am Münchner Flughafen und die A 94 durch das Isental.

 

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