Wiesen bei Ansbach
Ein Schwerpunkt der Schutzaktivitäten der BN-Kreisgruppe Ansbach sind wertvolle Grünlandbereiche. Zusammenhängende Wiesen und Feuchtwiesenflächen in den weiten Tallandschaften Westmittelfrankens bieten dem Breitblättrigen Knabenkraut, der Vogelazurjungfer oder dem Brachvogel noch Lebensraum.
Stolze 78 Hektar befinden sich in BN-Besitz, der mit hohem Aufwand fachmännisch alljährlich gepflegt wird, insbesondere durch angepasste Mahd. Die Ankäufe konzentrieren sich in den Projekten „Wörnitzwiesen“, "Orchideenwiesen Bechhofen/Arberg", "Biberlebensraum Wiesethtal", "Lebensraum Moosgraben" oder „Storchenslebensraum Altmühltal“.
Zusätzlich sind 53 Hektar gepachtet und für 110 Hektar bestehen Pflegevereinbarungen des BN mit den Eigentümern – insgesamt 2.380.000 Quadratmeter wertvollste Biotopflächen im sind damit gerettet! Das ist im Landkreis Ansbach auch dringend notwendig, da dort der hoheitliche Naturschutz mit Schutzgebietsausweisung völlig unzureichend ist.
Der Ankauf durch den BN ist der sicherste Naturschutz. Im Projekt „Storchenlebensraum Wörnitztal zwischen Gerolfingen und Wassertrüdingen gelang es, 55.000 Quadratmeter Feuchtwiesen zu erwerben. Über dieses Projekt informiert auch die BN-Webcam am Dinkelsbühler Storchenhorst unter www.bn-ansbach.de.
Im Juni 2003 hatte der BN erstmals dieses Ankaufsprojekt vorgestellt und zu Spenden aufgerufen. Eine ganze Reihe von Naturfreunden ist dem nachgekommen und hat uns beim Erwerb der Flächen unterstützt. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken.
Wir sind froh, Ihnen jetzt über den eigentumsrechtlichen Abschluss des Projektes berichten zu können. Wie Sie sehen, haben wir Wort gehalten und das Projekt dank Ihrer Unterstützung nahezu exakt nach Plan realisieren können.
Unsere neu erworbenen Wiesen selbst sollen vorrangig als blütenreiche, wechselfeuchte Magerwiesen weiterentwickelt werden. Als solche, verbunden mit einem differenzierten Oberflächenrelief, dienen sie vielen Pflanzen- und Tierarten als Lebensraum. Charakterarten aus dem Pflanzenreich sind z. B. Wiesenflockenblume, Kuckucksnelke, Wiesenknopf, Binsen und verschiedene Seggenarten.
Von dem reichen Blütenangebot über das ganze Jahr profitieren viele Insekten, am auffälligsten sind dabei viele Tagfalterarten. Voraussetzung für deren Gedeihen ist eine extensive Wiesennutzung. Durch den späteren Mahdzeitpunkt können die Blumen verblühen und teilweise aussamen. Eine noch spätere Mahd wäre kontraproduktiv, weil dadurch konkurrenzkräftigere Stauden profitieren und die empfindlichen Wiesenarten unterdrückt werden.
Wie anhand der Schneeflächen im Winterbild gut zu sehen ist, weist die Fläche schon ein sehr differenziertes Oberflächenrelief auf. Das sind meist fischgrätenartig zur Wörnitz verlaufende Flachmulden. Diese halten bei der Schneeschmelze, bei Starkregen das Wasser länger zurück (Retentionsraum!). Sie sind aufgrund ihres weichen Bodens und der wechselfeuchten Beschaffenheit wichtiger Bestandteil eines Lebensraumes für wiesenbrütende Vogelarten wie z. B. Bekassine, Wiesenpieper, Kiebitz, Großer Brachvogel und – natürlich – unseren Weißstorch.
Unterstützen Sie das Projekt weiterhin mit Spenden, um die endgültige Restfinanzierung sicher zu stellen. Ab einem Betrag von 50,- EUR erhalten Sie als kleines Dankeschön – neben dem Storchentagebuch mit immer aktuellen Neuigkeiten – eine Spendenurkunde.