In Bayern wurde die Wildkatze Anfang des 20.Jahrhunderts ausgerottet (Historie).
Auf der Basis von Analysen zur ursprünglichen Verbreitung der Wildkatze in Bayern und den Ansprüchen an ihren Lebensraum können mögliche Wildkatzen-Lebensräume in Bayern eingegrenzt werden. Insbesondere die Waldgebiete in Nord- und Ostbayern bis zu einer Höhe von 500 m üNN mit geringen Schneehöhen im Winter erscheinen potentiell als besonders geeignet. Dort könnte die Wildkatze in den nächsten Jahrzehnten wieder Fuß fassen.
Es ist schwer, eine genaue Verbreitungskarte zu Wildkatze zu bekommen (Steckbrief). Man unterscheidet zwischen "Hinweisen" (das sind Beobachtungen zu wildfarbenen Katzen) und "sichere Nachweise" (genetisch bestätigte Haaranalysen).
Nach aktuellem Kenntnisstand leben Wildkatzen fast ausschließlich in Nordbayern.
Das ist vor allem auch ein Erfolg der mehr als 20 Jahre andauernden Auswilderungsaktionen des BN!
Nur so konnte sich eine so individuenstarke Population im Spessart etablieren, dass sich die Tiere auch in die Rhön ausbreiten konnten.
Besondere Bedeutung haben aber auch die Haßberge und der Raum Coburg als mögliche Verbindungsglieder zwischen den bayerischen und Thüringer Wildkatzenvorkommen (Wildkatzenwegeplan, Wildkatzenschutz).

Die Karte zeigt die Ergebnisse der Untersuchungen zur Verbreitung
der Wildkatze in Bayern im Rahmen des Länder übergreifenden
Projekts Rettungsnetz Wildkatze zwischen 2004 - 2009.
Wie groß und stabil diese Populationen sind, welcher Herkunft die Tiere sind (Auswilderung oder Zuwanderung?), wie es um den Fortpflanzungserfolg bestellt ist und ob ein Austausch mit den Teilpopulationen in Hessen und Thüringen stattfindet, ist allerdings noch in ungenügendem Maße bekannt. Dies Fragen können nur über die bayerischen Grenzen hinaus beantwortet werden:
Der Bund Naturschutz ist Partner in Länder übergreifenden BUND- Artenschutzprojekten wie "Rettungsnetz Wildkatze" (Rettungsnetz) und "Wildkatzensprung".