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Europas Grünes Herz in Gefahr


Rettet den Böhmerwald

Im tschechischen Nationalpark Sumava, direkt an der bayerischen Grenze, droht auf großer Fläche der Kahlschlag. Selbst uralte Bergwälder, in denen bis heute ein absolutes Eingriffsverbot galt, sind betroffen! Negative Auswirkungen auf den Nationalpark Bayerischer Wald sind zu erwarten. Wir wollen nicht tatenlos zusehen!

Im Böhmerwald-Nationalpark (Sumava), dem größten Tschechiens, herrscht nahezu echte Wildnis. Er bildet eine Einheit mit dem Nationalpark Bayerischer Wald. Über mehr als 600 Quadratkilometer erstrecken sich Bergfichtenwälder, Torfmoore und andere Feuchtgebiete, Gletscherseen und blumenreiche Wiesen. Viele vom Aussterben bedrohte Arten haben hier wieder eine Heimat gefunden – Kleinlebewesen und Pilze, aber auch größere Tiere wie Luchs, Birkhuhn, Auerhuhn, Habichtskauz und Rothirsch leben hier im Grenzgebiet zu Bayern.

 

Rodung trotz Schutzgebietsstatus

Kahlschlag mitten im Nationalpark

Doch diese Idylle ist bedroht. Obwohl der Nationalpark Sumava zu den Natura 2000-Gebieten, den UNESCO-Biosphärenreservaten und den Ramsar-Schutzgebieten zählt, hat der neue Direktor des Nationalparks, Jan Strasky, damit begonnen, Fichten in ganz großem Stil zu fällen. Quer durch das Schutzgebiet wird es zu enormen Kahlschlägen kommen. Uralte Bergwälder sind bedroht. Sogar in Gebieten, in denen bis heute ein absolutes Eingriffsverbot galt, rückt nun die Säge an. Für die Tierarten, die auf große zusammenhängende Waldgebiete angewiesen sind, bedeutet das den Tod.

Abholzung ist illegal

Naturschützer besetzen den Wald

Tausende Bäume sind schon für den Einschlag markiert. Dabei widersprechen die Abholzungen internationalem Recht. Die tschechische Partnerorganisation des Bundes Naturschutz, Hnuti DUHA/Friends of the Earth Czech Republic, versucht mit Sitzblockaden den Holzeinschlag zu stoppen – bislang ohne Erfolg. Die Polizei führt die Naturschützer in Handschellen ab. Der Raubbau an der Natur geht weiter.

 


Bund Naturschutz unterstützt tschechische Naturschützer

Luchs

Die vom Kahlschlag bedrohten Flächen in Tschechien grenzen direkt an den Nationalpark Bayerischer Wald und gefährden somit auch massiv den Lebensraum der hier lebenden Arten. Luchse zum Beispiel haben riesige Streifgebiete, die sich über beide Nationalparke erstrecken. Das Ende des Nationalparks Sumava bedroht das Überleben dieser einzigartigen Tiere auch in Bayern. Der Bund Naturschutz unterstützt deshalb die Aktionen der tschechischen Naturschützer.

 

Der Bund Naturschutz will

  • Druck auf die Verantwortlichen ausüben
  • Internationale Öffentlichkeitsarbeit verstärken
  • Schutzflächen sichern


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