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Schachblumen-Wiesen

Nur noch an zwei Stellen Bayerns kann man im Frühjahr die Schachblume (Fritillaria meleagris) bewundern: im unterfränkischen Sinn-Tal und an fünf Stellen in und um Bayreuth. Für den Erhalt dieser Pflanze haben die Bayreuther also eine besondere Verantwortung.

Schachblume

Deshalb zögerte die BN-Kreisgruppe Bayreuth 2005 nicht lange, als bekannt wurde, dass vier Flurstücke mit zusammen gut 1000 Exemplaren des Liliengewächses im Rotmain-Tal zwischen Bayreuth und Heinersreuth zum Verkauf standen.

Im Rahmen des Schachblumen-Projekts organisierte die Kreisgruppe die Sicherung der Grundstücke, die zusammen 17 580 Quadratmeter umfassen. Drei hoch engagierte Naturfreunde – darunter ein Ehepaar aus Südbayern, das bereits vor Jahren den größten Frauenschuh-Bestand in Oberfranken durch Ankauf sicherte – erwarben drei der vier Flurstücke.

Die neuen Eigentümer verpachteten die Schachblumen-Wiesen anschließend an den Bund Naturschutz, der die Wiesen seither pflegt. Weitere Flächen will die Kreisgruppe so bald wie möglich dazukaufen. Mit Ankauf und Pacht der Flächen wird die Bewirtschaftung noch besser auf die Schachblume abgestimmt. So soll zukünftig erst im Juli gemäht werden, da die Samen dieser Pflanze recht spät reifen. Auch wollen wir uns darum bemühen, dass das Vorkommen einen offiziellen staatlichen Schutzstatus erhält.

Um die bisherigen Kosten sowie den Ankauf des letzten Schutzgrundstückes zu finanzieren, benötigt die Kreisgruppe noch 2000 Euro. Dabei ist sie auf die Hilfe großzügiger Spender angewiesen. Wer den Ankauf unterstützt, rettet mit seiner Spende die letzten Schachblumen Bayerns!