Kritik an verlängerten AKW-Laufzeiten
Der Bund Naturschutz kritisiert die Beschlüsse der Regierungskoalition zur Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken. Bayern ist von diesen die Gesundheit und das Leben gefährdenden Beschlüssen besonders betroffen. Der BN ruft alle Bürger zu massiven Protesten auf.
„Die Beschlüsse zur Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken sind ein trauriges Dokument für die Abhängigkeit dieser Regierung von den Gewinninteressen einiger weniger Atomkonzerne zu Lasten zukunftsfähiger regionaler und mittelständischer Unternehmen im Energiebereich“, erklärte so BN-Landesvorsitzende Hubert Weiger. Die durch die Laufzeitverlängerung entstehenden Gewinne sollen privatisiert und die Kosten auf die Allgemeinheit und die kommenden Generationen abgewälzt werden.
Bayern mit seinen drei AKW-Standorten ist von diesen die Gesundheit und das Leben gefährdenden Beschlüssen besonders betroffen. Da sich die Bayerische Staatsregierung damit gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung eingesetzt hat, ruft der Bund Naturschutz zu massiven Protesten und zur Teilnahme an der bundesweiten Demonstration am 18.9. in Berlin und der Menschenkette am 9.10. in München auf.
„Die Staatsregierung hat es zu verantworten, dass aktives Bürgerengagement für Klima- und Ressourcenschutz durch derartige Beschlüsse zu Makulatur wird. Die bisher durch Einsatz der Bevölkerung entstandene Spitzenstellung Bayerns bei innovativen Energiekonzepten und beim Einsatz erneuerbarer Energien wird durch die Atomlobby-Arbeit der Bayerischen Staatsregierung konterkariert“, betont der BN-Landesbeauftragte Richard Mergner.
Mitmachen
Anti-Atom-Demos Berlin 18.09.2010 und München 09.10.2010
Für Rückfragen
Richard Mergner
Landesbeauftragter
Bund Naturschutz in Bayern e.V.
Tel. 09 11 / 8 18 78 25
richard.mergner(at)bund-naturschutz.de