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Atomkraftwerk Gundremmingen abschalten!

In Gundremmingen steht Deutschlands größtes und gefährlichstes Atomkraftwerk. Die Technik der beiden Kraftwerksblöcke ist besonders riskant, die Reaktoren sind alt und abgenutzt und erfüllen die geltenden Sicherheitsregeln nicht. Für die Stromversorgung sind sie nicht mehr nötig. Deshalb fordern wir vom Bayerischen Landtag: Beide Reaktoren noch 2017 abschalten!

 
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Bei offiziellen Petitionen an den Bayerischen Landtag muss jeder Unterzeichner als real existierende Person identifizierbar sein. Der Landtag erkennt die Unterschriften daher nur an, wenn der Unterzeichner Namen und Adresse seines behördlich gemeldeten Wohnsitzes angibt.


Diesen Appell an den Bayerischen Landtag unterschreiben Sie

Wir bitten den Bayerischen Landtag,

  • sich für ein rasches Abschalten im Jahr 2017 der beiden Reaktoren Gundremmingen B und C auszusprechen
  • und das Bayerische Umweltministerium aufzufordern, den Betrieb der Reaktoren ohne drei vollwertige erdbeben- wie erschütterungssichere Notkühlsysteme zu untersagen.

Hintergrundinfos zum Atomkraftwerk Gundremmingen

Zwischen Ulm und Augsburg liegt Deutschlands größtes und gefährlichstes Atomkraftwerk (AKW): das AKW Gundremmingen. Dieses AKW besteht aus drei Siedewasserreaktoren: Block A (1966 – Unfall mit Totalschaden 1977) sowie den seit 1984 laufenden Blöcken B und C.

Es sind die letzten von ehemals zehn in Deutschland betriebenen Siedewasserreaktoren. Dieser Reaktortyp hat anders als die häufiger gebauten Druckwasserreaktoren statt zwei getrennter Kühlkreisläufe nur einen Hauptkreislauf. Die Sicherheitsbehälter umschließen nicht die brisanten Abklingbecken. Die auch für die Notabschaltung wichtigen Steuerstäbe müssen von unten in den Reaktor geschossen werden. Solche Reaktoren waren zwar billiger zu bauen, haben aber weniger Sicherheitsreserven.

Beide Gundremminger Reaktoren sind bereits seit dem Jahr 2003 abgeschrieben. Sie sind alt und abgenutzt. Zwar wurden sie nachgerüstet. Doch ein jetzt vorgelegtes Gutachten des renommierten Reaktorexperten Dr. Manfred Mertins zeigt, dass die beiden noch laufenden Gundremminger Siedewasserreaktoren wegen Mängeln im Notkühlsystem nicht einmal die geltenden Sicherheitsregeln einhalten. Hierauf haben im Jahr 2013 in einer Risikostudie schon Prof. Renneberg und Dieter Majer hingewiesen. Die jahrelange Neutronenstrahlung hat die ohnehin schlecht konstruierten Reaktordruckbehälter geschwächt. Im Notkühlfall droht die Katastrophe.

Das AKW nutzt den Betreibern RWE (Essen) und EON/PreussenElektra (Hannover). Beide Stromkonzerne sind wegen des Verschlafens der Energiewende finanziell in große Schwierigkeiten geraten. Für die Stromversorgung sind die Reaktoren jedoch überflüssig. Viele neue PV- und Windkraftanlagen wie auch die vorhandenen Biogas- und Wasserkraftwerke sowie übergangsweise die brachliegenden Gaskraftwerke (allein in Irsching 1800 Megawatt) können Bürger und Wirtschaft in Bayern atomenergiefrei versorgen.