MenuBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Blaue Luft statt braune Kohle!

Der Bundesregierung sind einige alte Braunkohlekraftwerke wichtiger als gute Luft für Millionen Europäer. Das müssen wir ändern! Ende April kommt es auf die Stimme Deutschlands an, wenn endlich neue EU-Vorgaben für Schadstoffe aus Kraftwerksschloten beschlossen werden sollen.


Unsere Forderung an die Bundesregierung

Wir fordern von Umweltministerin Hendricks, Wirtschaftsministerin Zypries und Kanzleramtsminister Altmaier, endlich zu handeln, um die Luftverschmutzung durch Kohlekraftwerke zu beenden. Die Regierung soll für strenge Vorgaben gegen Luftverschmutzung stimmen, damit die Kohleindustrie unsere Luft und unser Wasser nicht länger vergiftet. Die Regierung soll für unsere Gesundheit und Umwelt eintreten und für die schnelle Einführung EU-weiter Emissionsstandards für große Kraftwerke sorgen.


Braunkohle auf Kosten der Gesundheit?

Weil manche deutsche Braunkohlekraftwerke die neue Vorgabe für Stickoxid nicht ohne weiteres erfüllen, will die Bundesregierung bis jetzt dem Paket der neuen EU-Umweltstandards für Kraftwerke nicht zustimmen. Ihr ist es wichtiger, dass selbst alte Braunkohlekraftwerke einen Persilschein erhalten, obwohl deren Abgase die Gesundheit der Bevölkerung massiv schädigen.

Mit den neuen Standards zum Ausstoß von Schadstoffen wie Quecksilber, Feinstaub oder Schwefeldioxid könnte das Atmen in Europa deutlich gesünder werden. Auch die  Belastung durch Stickoxid ist in Deutschland vielerorts gefährlich hoch – Kraftwerke tragen ein Viertel zur Gesamtbelastung bei. Das muss so nicht sein. Die meisten Kraftwerke haben heute schon einen geringeren Ausstoß als den vorgeschlagenen Höchstwert, technisch machbar wäre sogar noch weniger.

Doch der Braunkohleindustrie sind die nötigen Nachrüstungen an ihren Altmeilern zu teuer. Da sollen wir besser mit unserer Gesundheit bezahlen? Nein danke! Das sagen wir der zuständigen Umweltministerin Barbara Hendricks, Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries und Kanzleramtsminister Peter Altmaier.