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Solaroffensive statt Schneckentempo

Im Sommer 2020 versprach Ministerpräsident Söder eine Solaroffensive für Bayern. Er kündigte an, dass die Installation von Solaranlagen auf Neubauten schon ab Januar 2021 zum Standard werden soll. Doch bisher geht der Solarausbau in Bayern nur schleichend voran. Dieses Schneckentempo gefährdet die Energiewende und den Klimaschutz! Wir fordern Markus Söder auf, seinen Ankündigungen Taten folgen zu lassen und den Solarausbau ins Ziel zu bringen. Machen Sie mit!

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Ihr Appell an Ministerpräsident Markus Söder

Sehr geehrter Herr Söder,

lassen Sie Ihren Worten Taten folgen und starten Sie eine echte Solaroffensive in Bayern. Ich fordere Sie auf:

  • Setzen Sie die vor fast einem Jahr angekündigte Solarpflicht unverzüglich um. Sie muss für Neubauten auf Wohn- und Gewerbeimmobilien, sowie bei Gebäudesanierungen gelten. Die verfügbare Fläche muss voll ausgenutzt werden.
  • Heben Sie die Ausbauziele für Ökoenergie in Bayern an. Bis 2030 müssen mindestens 56 Gigawatt Photovoltaik und 20 GW Solarthermie installiert sein.
  • Stärken Sie die erneuerbare Wärmeerzeugung durch eine verpflichtende, vom Land finanzierte kommunale Wärmeplanung.
  • Stärken Sie die Energieeffizienz durch eine verbindliche, langfristige Energiesparstrategie, mit dem Ziel bis 2040 den Energieverbrauch im Vergleich zu heute zu halbieren.
  • Sorgen Sie dafür, dass der Freistaat Bayern als Vorbild vorangeht und deutlich vor 2035 Klimaneutralität erreicht. Dazu gehört die energetische Sanierung und Errichtung von Solaranlagen auf allen geeigneten landeseigenen Gebäuden.

Die rasche Umsetzung der Maßnahmen ist entscheidend, um die schlimmsten Folgen der Klimakrise abzuwenden: Bringen Sie den Solarausbau ins Ziel!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Name


Solarausbau ankurbeln

Die Solaranlage auf dem Dach ist eine der umweltverträglichsten Möglichkeiten der Energieerzeugung. Sie wird von Bürger*innen statt von profitorientierten Konzernen gestaltet, schafft lokale Arbeitsplätze und fördert die dezentrale, krisensichere Energieversorgung der Zukunft.

Solange die Bundesregierung die Bürgerenergie weiter ausbremst, müssen die Länder vorangehen und das Solardach endlich zum Standard machen! Gerade beim Solarausbau gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie die Bundesländer effektiv Klimaschutz betreiben können - auch ohne auf die Bundesregierung zu warten.

Markus Söder ist als bayerischer Ministerpräsident dafür verantwortlich, nicht nur große Worte zu finden, sondern auch Taten folgen zu lassen und die Solaroffensive in Bayern umzusetzen. Dabei gilt es, keine Zeit zu verlieren. Mit der Umsetzung der nötigen Maßnahmen kann Herr Söder den Solarausbau ins Ziel bringen – und Bayern wird tatsächlich zum Sonnenland.

Die Solaranlage auf dem Dach ist der Inbegriff der dezentralen und demokratischen Energiewende, die von den Menschen statt von profitorientierten Konzernen gestaltet wird. Bürgerinnen und Bürger haben in den letzten 20 Jahren seit der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes Millionen von Anlagen installiert. Das schafft sinnstiftende, zukunftsfähige Arbeitsplätze, lokale Einnahmen und eine krisensichere Energieversorgung.

Trotz dieser Erfolge bleibt das enorme Potenzial für die klimafreundliche Energienutzung auf den Häusern immer noch weitgehend ungenutzt. Nur sieben Prozent aller neugebauten Ein- und Zweifamilienhäuser werden mit einer PV-Anlage ausgestattet. Dabei betragen die Mehrkosten für eine Photovoltaikanlage bei einem Neubau lediglich zwei Prozent der gesamten Baukosten. Dem steht ein großer Nutzen durch den Eigenverbrauch für Hausstrom, Wärmepumpe oder Elektroauto gegenüber. Wir brauchen eine Solaroffensive!

Die Bundesregierung legt derzeit keine ausreichenden Maßnahmen vor, die den Solarausbau ankurbeln und uns auf Paris-Kurs bringen könnten – und Markus Söder setzt sich als CSU-Parteichef auf Bundesebene auch nicht ausreichend dafür ein. Daher nehmen wir ihn nun in seiner Funktion als Bayerischer Ministerpräsident in die Pflicht. 

Denn auch im Freistaat Bayern geht der Solarausbau derzeit viel zu langsam voran. Bisher sind gerade einmal 15 GW Photovoltaik installiert. Bis 2030 muss sich diese Leistung vervierfachen und zusätzlich noch Energie eingespart werden. Wir fordern daher eine Solaroffensive, gekoppelt mit einer verbindlichen, langfristigen Energiesparstrategie, mit dem Ziel, den Energieverbrauch bis 2040 zu halbieren. Ansonsten wäre ein noch stärkerer Solarausbau von Nöten.

Neben der Solarenergie muss auch die Windenergie ausgebaut werden. Bayern muss endlich die Blockade für Windenergie beenden und für die vorausschauende Ausweisung von Nutzungsflächen für erneuerbare Energien sorgen. Ohne die konsequente Förderung von Sonne und Wind können die Pariser Klimaziele nicht erreicht werden!

Die Einführung der bayernweiten Solarpflicht für alle Neubauten, sowie bei Gebäudesanierungen ist eine wichtige Maßnahme, um die nötigen Ausbauziele zu erreichen. Gemeinsam mit einer Beratungspflicht für den Bestand wird die Solarenergie zum Standard. Dabei geht es nicht nur um die Nutzung privater Dächer: Laut Schätzungen der Immobilienbranche weisen allein Gewerbehallen in Deutschland etwa 450 Millionen Quadratmeter Dachfläche auf – darauf passt mehr Solarenergie, als bisher insgesamt in Deutschland installiert ist. Dieses Potenzial muss auch in Bayern endlich genutzt werden!

In Bayern geht ein wesentlicher Teil der Treibhausgasemissionen auf den Wärmesektor zurück. Hier müssen dringend erneuerbare Wärmequellen erschlossen werden, auch um das Potenzial der Solarthermie für Nahwärmenetze und solare Prozesswärme in der Industrie zu nutzen. Wie von Baden-Württemberg vorgelegt, muss auch Bayern eine verpflichtende und vom Freistaat finanzierte kommunale Wärmeplanung einführen. Diese muss für alle Kommunen gelten.

Doch auch die Staatsregierung selbst muss mit positivem Beispiel vorangehen und alle eigenen Gebäude energetisch sanieren und mit Solarpaneelen belegen. Die bisherigen Ambitionen reichen dafür nicht aus. 


Es handelt sich um eine gemeinsame Aktion mit dem Umweltinstitut München, der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (Landesvertretung Bayern) und dem Solarverband Bayern. Die angezeigte Teilnehmerzahl entspricht den gemeinsam mit unseren Bündnispartnern gesammelten Unterschriften.