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Spurensuche Gartenschläfer: Auf der Suche nach "Zorro"!

Der Gartenschläfer ist der kleine Verwandte des Siebenschläfers. Ursprünglich war er in weiten Teilen Europas beheimatet. Doch seine Bestände gehen drastisch zurück – und niemand weiß, warum. Der BUND Naturschutz will den Rückgang stoppen. Doch dafür muss erstmal erforscht werden, wo der Gartenschläfer noch zu finden ist. Geh´ mit auf die Suche!

Trotz seiner Anpassungsfähigkeit ist der Gartenschläfer vielerorts bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht – und auch in Deutschland aus vielen Regionen verschwunden. Warum, ist bislang völlig unklar.

Hier setzen wir mit unserem Projekt "Spurensuche Gartenschläfer" an. Der BUND Naturschutz, die Uni Gießen und die Senckenberg Gesellschaft begeben sich deshalb auf Spurensuche nach der Schlafmaus mit der "Zorro-Maske".

Wir wollen sowohl das Ausmaß als auch die Ursachen des Verschwindens der Gartenschläfer untersuchen. Aus den Erkenntnissen werden dann konkrete Schutzmaßnahmen abgeleitet und umgesetzt.

Doch dafür muss erstmal erforscht werden, wo der Gartenschläfer überhaupt noch zu finden ist. Gehe deshalb mit auf die Suche! 


Bedrohliche Bestandsentwicklung beim Gartenschläfer

Viele Nachweise des Gartenschläfers sind schon mehrere Jahrzehnte alt. Aktuelle Zahlen gibt es momentan nur aus dem Naturpark Fichtelgebirge, wo seit 2013 Daten zum Gartenschläfer gesammelt werden. Die fehlenden Sichtungen in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes  in den letzten Jahren lassen dramatische Bestandsrückgänge befürchten. Die Gründe hierfür sind unklar. Denn obwohl Deutschland eine besondere Verantwortung für die Erhaltung der Gartenschläfer hat, existieren kaum aktuelle Daten zur Verbreitung der Tiere.

Für die Spurensuche nach dem scheuen Bilch mit der Zorromaske zählen wir darauf, dass sich ein ähnlich aktives und erfolgreiches Forscher-Netzwerk herausbildet, wie es bei der Wildkatze der Fall ist. Erste Hinweise auf das Vorkommen des nachtaktiven Bilchs können beispielsweise Nester oder Haare in Vogelbrutkästen liefern. Eine gezielte Suche kann mit Spurtunneln erfolgen, in denen die Tierchen Ihre Fußabdrücke hinterlassen.  Oder mit auf Futterköder ausgerichteten Wildtierkameras. Spurtunnel und Kameras kann der BUND Naturschutz zur Verfügung stellen: gartenschlaefer@bund-naturschutz.de 

Aufbauend auf der Bestandsaufnahme und der Analyse der Rückgangsursachen werden schließlich erste Artenhilfsmaßnahmen durchgeführt und ein bundesweites Schutzkonzept entwickelt und umgesetzt.

Das Projekt „Spurensuche Gartenschläfer“ wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums im Bundesprogramm Biologische Vielfalt und vom Bayerischen Naturschutzfonds gefördert.