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Über 30.000 Unterschriften für den Luchs!

Starkes Signal für einen besseren Schutz des Luchses in Bayern: Über 30.000 Menschen haben bei der Aktion „Stoppt die Wilderer, rettet den Luchs“ unterschrieben. Herzlicher Dank an alle Unterstützer! Damit haben wir gemeinsam ordentlich Druck aufgebaut. Am 21. Juli haben wir die Unterschriften an die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf übergeben.

Der BN-Vorsitzende Hubert Weiger sagte bei der Übergabe: "Die Unterzeichner und der BUND Naturschutz erwarten jetzt ein klares politisches Signal der Staatsregierung. Die Natur- und Umweltkriminalität nimmt in Bayern leider dramatisch zu. Die bayerische Polizei braucht hier dringend mehr eigene Kompetenz und erstklassige Spezialisten." Zudem fordert der BN eine drastische Erhöhung der Geld- und Haftstrafen bei illegaler Verfolgung streng geschützter Arten.

"Bei der Aktion beteiligten sich auch Gäste aus anderen Bundesländern, die ihren Urlaub im Bayerischen Wald wegen der dortigen Luchstötungen absagen. Die kriminelle Verfolgung geschützter Tierarten schädigt massiv den Ruf Bayerns als naturbewusstes Tourismusland", erklärte das für große Beutegreifer zuständige BN-Vorstandsmitglied Christian Hierneis.

Umweltministerin Scharf, die die Unterschriften auf Bitte von Ministerpräsident Seehofer entgegengenommen hat, bezeichnete die Luchsmorde als abscheuliche und kriminelle Taten, gegenüber denen man klare Kante zeigen müsse. Zwar gab sie noch keine Zusage für die geforderte Polizei-Einheit für Artenschutz- und Umweltdelikte. Aber die Luchsmorde haben bundesweite Aufmerksamkeit erlangt, Zeitungen, Radio und Fernsehen berichteten immer wieder über die Geschehnisse im Bayerischen Wald, sogar einen „Tatort Luchswald“ gab es. Die Regierung steht seither unter Druck und die Polizeipräsidien Niederbayern und Oberpfalz engagieren sich jetzt bei der Aufklärung der Luchsmorde stärker als bisher.

Erste spürbare Erfolge für den Luchs und alle, die sich für einen besseren Schutz der hierzulande vom Aussterben bedrohten Katze einsetzen. Doch die Aufklärungsquote von null Prozent spricht weiterhin klar für spezialisierte Artenschutzermittler, wie es sie in Frankreich, Italien, Österreich oder auch Spanien längst sehr erfolgreich gibt. Denn Artenschutzdelikte erfordern besondere Kenntnisse und Methoden, über die nur Spezialisten verfügen. Der Luchs in Bayern hat nur eine Chance, wenn die Luchsmorde endlich aufgeklärt und die Täter gefasst werden. Und auch andere seltene und geschützte Tierarten wie Fischotter und Greifvögel werden in Bayern gewildert und brauchen Hilfe. 

Der BUND Naturschutz hatte die Aktion "Stoppt die Wilderer, rettet den Luchs" 2015 gestartet, um auf das Schicksal der Luchse im Bayerischen Wald aufmerksam zu machen und einen besseren Schutz der seltenen Katzen einzufordern. Schon seit Jahren erschießen, vergiften und verstümmeln Wilderer im Bayerischen Wald die streng geschützten Katzen. Die Wilderei droht den ohnehin extrem seltenen Luchs in Bayern erneut auszurotten.

Wir bleiben dran und werden uns auch weiterhin mit aller Kraft für den Luchs und andere gewilderte Tiere einsetzen. Bayern muss Luchsland bleiben!