MenuBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Aktuelle Brennpunkte

Der BN engagiert sich für den Schutz der Alpen, ihre einmalige Natur und Biologische Vielfalt. Er entwickelt und unterstützt Konzepte gegen aktuelle und permanente Gefährdungen dieses faszinierenden Lebensraumes.
Besonders setzt sich der BN gegen eine Übernutzung durch den Tourismus, durch übermäßige Zersiedelung, durch zunehmende Verkehrserschließung oder durch Intensivierung der Almwirtschaft und der Bewirtschaftung der Bergwälder ein. Unter dem Credo der Wettbewerbsfähigkeit droht der Naturschutz in den Alpen unter die Räder zu kommen.

Ziel des BN ist es, die Alpen als Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen in seiner großen Bedeutung der Alpen zu erhalten und zu sichern.

Hände weg vom Alpenplan - Rettet das Riedberger Horn

Der geplante Skigebietszusammenschluss am Riedberger Horn im Landkreis Oberallgäu wäre der erste Eingriff in die bisher unversehrte Ruhezone C des bayerischen Alpenplanes. Der bayerische Alpenplan trat 1972 in Kraft und sollte den verschiedenen Nutzungsansprüchen ihren Raum geben. In der Erschließungszone A sind Seilbahnen, Skiabfahrten und Verkehrswege erlaubt. In der Übergangszone B sind Einzelfallentscheidungen zu treffen. In der Ruhezone C sind keine Lift- und Verkehrserschließungsmaßnahmen erlaubt. Die Ruhezonen sollen der naturnahen Erholung, dem Naturschutz und dem Erosionsschutz dienen. Außerdem soll der Alpenplan verhindern, dass touristische Monokulturen wie in Teilen Österreichs entstehen, die völlig vom Skitourismus abhängig sind.  Diese Funktionen hat der Alpenplan bisher hervorragend erfüllt.
Die geplante Skigebietsverbindung am Riedberger Horn wäre ein Präzedenzfall für einen Eingriff in die Ruhezone C. Der BN befürchtet Angriffe auf die Ruhezone auch an anderer Stelle.
Das Riedberger Horn ist ein Berg mit hervorragender Biotopqualität und einer der wichtigsten Lebensräume des vom Aussterben bedrohten Birkwildes. Durch die Planung sind 25ha Biotopflächen betroffen, 6 ha Bergwald sollen gerodet werden und der Lebensraum des Birkwildes würde massiv angegriffen.
Der Bund Naturschutz in Bayern e. V. (BN) lehnt dieses Vorhaben daher entschieden ab!

Weitere Informationen unter:

Broschüre "Der Alpenplan - Hüter der Erholungs- und Naturlandschaft unserer bayerischen Alpen"

Gemeinsame Erklärung des Alpin- und Umweltverbände vom 19.7.2016:
Die Staatsregierung erwägt die Abschaffung des Alpenplans – die Naturschutzverbände sind entsetzt

Befragung: Wanderer lehnen den Skigebietszusammenschluss am Riedberger Horn zu knapp 80% ab

Deteilinfos und Stellungnahmen des BN zum Projekt

Forderungen des BN "Alpenschutz statt Übererschließung" zur Alpenwoche in Grassau im Okt. 2016

Die Auswirkung der Klimaveränderung macht sich im labilen und sensiblen Gebiet der Alpen besonders bemerkbar. Die Jahrhundert-Hochwasser 1999 und 2005, der Rückgang der Gletscher oder der sehr warme Winter 2006/7 zeigen dies deutlich. Fehlentwicklungen in der Siedlungs-, Klima-, Naturschutz- und Bergwaldpolitik rächen sich gerade im Alpenraum besonders stark. 

 Alpen im Klimawandel

Aktuell: neue Studie: Der gekaufte Winter

Zur Auswirkung der Klimaerwärmung auf den Wintersport hat der BN ein neues Hintergrundpapier Der gekaufte Winter - 8.12.2015.pdf erstellt - mit topaktuellen Informationen zum Klimawandel in den Alpen, zu den ökologischen und ökonomischen Folgen des Einsatzes von Kunstschnee und zu den Perspektiven des Wintertourismus in den Alpen. 

Pressemitteilung vom 8.12.2015:

PM_FA_27_15_Das Geschäft mit dem Schnee.pdf

PM_FA_27_15_Anlage 1 Zusammenfassung_Der gekaufte Winter_081215.pdf

Foto: fotolia.com/Hastra

Nicht nur vor dem Hintergrund der Klimaveränderung lehnt der BN daher aktuelle Kapazitäts-Erweiterungen und neue Beschneiungsanlagen in bayerischen Skigebieten ab: weiter zur Seite "Aktuelle Eingriffe in bayerischen Skigebieten" 

Nähere Informationen zu einzelnen Eingriffen finden Sie bei unseren Kreisgruppen:

Bad Tölz/ Wolfratshausen,

Berchtesgaden,

Garmisch-Partenkirchen,

Kempten-Oberallgäu,

Miesbach,

Ostallgäu-Kaufbeuren

Rosenheim,

Traunstein,

Weilheim/ Schongau,

 Die Kreisgruppe München bringt jährlich die besten und ökologischsten Verbindungen zu den Alpen heraus: "ZugSpitzen - mit Bahn und Bus in die Berge", auch auf www.bn-muenchen.de, mit Wanderbeschreibungen.

Die Kreisgruppe Berchtesgaden ist besonders aktiv in der Umsetzung des Projektes "Autofreie Bergstraßen". Der zunehmende Freizeitverkehr trägt mit zur Belastung der Alpen und zur Klimaerwärmung bei. Der BN fordert für ausgewählte Straßen wie beispielsweise die Rossfeldstraße bei Berchtesgaden eine Sperrung des privaten Freizeitverkehrs und Verlagerung auf den ÖPNV.

Seminare zum Thema Alpen führt auch die Ökostation Wartaweil des BN durch.