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Schneekanonen - Aufrüstung gegen die Natur

Klimaerwärmung macht Beschneiungsanlagen unsinnig  

Weniger Schnee bei weiterem Ausbau der Skigebiete: die Schneesicherheit in den bayerischen Alpen und Mittelgebirgen läuft der Kommerzialisierung des Schisports entgegen. Seit den 80er Jahren fielen immer mehr Schiveranstaltungen dem Schneemangel zum Opfer. Eine Aufrüstungswelle mit Beschneiungsanlagen soll Abhilfe schaffen.
Klimaforscher sagen jedoch voraus, dass bis Ende des nächsten Jahrhunderts die Winter um 3 bis 4 Grad wärmer werden sollen.

Schneekanonen: ja oder nein
Man muss einer künstlichen Beschneiung entweder zustimmen und sich aller negativen Konsequenzen bewusst sein, oder man muss sie ablehnen. Mittelwege sind nach den Erfahrungen der Vergangenheit unmöglich.

Der Bund Naturschutz nimmt Stellung
Zur Auswirkung der Klimaerwärmung auf den Wintersport hat der BN ein neues Hintergrundpapier Der gekaufte Winter - 8.12.2015.pdf erstellt - mit topaktuellen Informationen zum Klimawandel in den Alpen, zu den ökologischen und ökonomischen Folgen des Einsatzes von Kunstschnee und zu den Perspektiven des Wintertourismus in den Alpen.

Die wichtigsten Forderungen des BN sind:

  • Verzicht auf weitere Beschneiungsanlagen und den Ausbau vorhandener
  • Sperrung von Pisten bei unzureichender natürlicher Schneelage
  • Einführung von Raumordnungsverfahren für Neubau und Ausweitung von Beschneiungsanlagen
  • Erstellen von Ökobilanzen und Umweltverträglichkeitsprüfungen für bestehende Anlagen
  • Verlagerung von öffentlichen Fördermitteln auf neue Urlaubsformen im Winter und Entwicklung regionaler Urlaubsprofile