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Seit 100 Jahren Bayerns grünes Gewissen

Mit über 1000 Gästen feierte der BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) am 29. Juni 2013 im Münchner Prinzregententheater seinen 100. Geburtstag. 1913 war der größte Umweltschutzverband des Freistaats unter der Schirmherrschaft des damaligen Prinzregenten Rupprecht gegründet worden.

Seine Dankbarkeit und seinen großen Respekt sprach der BN-Vorsitzende Hubert Weiger den Menschen aus, „welche sich schon früher gegen den Zeitgeist und den nackten Materialismus schützend vor die wehrlose Natur gestellt haben.“ Damit hätten die Tausende von Ehrenamtlichen im Verband viele Naturschönheiten Bayerns wie die Weltenburger Enge oder das Murnauer Moos vor der Zerstörung gerettet.

Festredner Dr. Heribert Prantl, Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, verglich die Arbeit des BN mit der segensreichen Wirkung der Biber für die Artenvielfalt und den Hochwasserschutz in Bayern. Sowohl die fleißigen Nager als auch der BUND Naturschutz seien durchaus in der Lage, dicke Bretter zu bearbeiten. Entsprechend des Themas seiner Rede, „Verantwortung und Macht der Bürger im 21. Jahrhundert“, stellte er fest, dass nicht mehr Ruhe, sondern Unruhe essenziell für die Demokratie sei. Das Engagement des BN gerade in diesem Bereich würdigte er ganz im Stil der Bergpredigt mit den Worten: „Selig sind die Unruhegeister, denn sie werden uns die Heimat erhalten.“

Die Glückwünsche der bayerischen Staatsregierung zum 100. Geburtstag überbrachte Umweltminister Dr. Marcel Huber. „Der  Herrgott hat sich viel Mühe gegeben, damit Bayern so schön ist, und Sie geben sich viel Mühe, damit es so schön bleibt“, würdigte er die Arbeit des BN.

Der Verband peilt für das Jubiläumsjahr einen neuen Mitgliederrekord von 200 000 an. Mit dieser starken Basis, flächendeckend präsent in 76 Kreis- und rund 600 Ortsgruppen, könne der BN auch in den nächsten 100 Jahren das grüne Gewissen Bayerns sein, so BN-Vorsitzender Weiger.

Die Reden des Festakts zum Nachlesen