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Die fränkische Wüste lebt

Meterhohe Dünen und Strände aus feinem gelben Sand - um das zu sehen, muss man nicht ans Meer fahren. Denn mitten in Franken, entlang der Flüsse Rednitz, Pegnitz und Regnitz erstreckt sich die Sandachse Franken. Der BUND Naturschutz und viele Mitstreiter haben sich dafür eingesetzt, dass die typischen Lebensräume dieser Landschaft erhalten bleiben. 

Sanddüne im Nürnberger Reichswald (Foto: W. Dötsch)

Lange Zeit bestimmte der Sand das Landschaftsbild in großen Teilen Frankens: Schimmernde Silbergrasfluren, ausgedehnte Heideflächen, sandige Ufer oder flechtenreiche Kiefernwälder waren weit verbreitet. Gegen Ende des letzten Jahrhunderts schrumpften die Sandlebensräume dann auf ein Prozent ihrer ursprünglichen Größe. Dem Engagement des BUND Naturschutz  und dem Projekt "SandAchse Franken" ist es zu verdanken, dass viele der verbliebenen Biotope gerettet und neue geschaffen wurden. An dem bisher größten Naturschutzvorhaben Bayerns beteiligten sich in einer einmaligen Allianz BUND Naturschutz in Bayern, Deutscher Verband für Landschaftspflege und Landesbund für Vogelschutz gemeinsam mit den Landkreisen und kreisfreien Städten zwischen Bamberg und Weißenburg.

Ziel der Projektpartner war es, die Sandgebiete zu erhalten und einzelne Biotope zu vernetzen. In den Jahren 2000 bis 2007 konnten dank der Förderung des Bayerischen Naturschutzfonds große Flächen gekauft oder gepachtet, Biotope verbessert und neu angelegt werden. Seit Ende der Projektlaufzeit arbeitet der BUND Naturschutz mit vielen beteiligten BN-Orts- und Kreisgruppen weiter am Schutz der wertvollen Lebensräume. So haben seltene und hoch bedrohte Arten wie Blauflügelige Ödlandschrecke, Heidelerche oder Grabwespe die Chance auf ein Überleben in der Region.