MenuBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Frei fließende Donau – Wunderwelt der Natur

An der Donau zwischen Straubing und Vilshofen darf Bayerns großer Strom noch frei fließen. Seine Ufer begleiten wilde Auwälder, durchzogen von verschlungenen Wasserarmen. Auf feuchten Wiesen brütet der Große Brachvogel, Eisvögel fliegen zwischen knorrigen Weiden und zahllosen Wasserflächen umher. An den Ufern wachsen Wasserschwertlilien und Sumpfgladiolen.

Die freie Donau mit der Isarmündung lässt einen der letzten großen Auwälder Mitteleuropas wachsen. Nebenarme und Altwässer durchziehen den amazonasartigen Wald. Die fantastische Vielfalt der Pflanzen und Tiere über und unter Wasser ist in Bayern einzigartig.

Für viele Tiere und Pflanzen sind die Donau und ihre Auwälder die letzte Zuflucht. Hier leben sogar Tierarten wie die Donaukahnschnecke, die es ausschließlich in der frei fließenden Donau gibt. Biologen sprechen deshalb von der "Arche Noah Bayerns".

An der niederbayerischen Donau finden sich auf einem halben Prozent der Landesfläche 32 Prozent der bedrohten Vogelarten und 43 Prozent der bedrohten Fischarten. Die Fische Zingel und Streber kommen nur im naturnahen Donaubereich vor.

Für die Menschen sind Fluss und Auen unersetzliche Heimat. Die naturnahe Wasser-Landschaft bietet herrliche Erholungsgebiete von höchster Erlebnisdichte und bildet eine der wichtigsten wirtschaftlichen Grundlagen für den Tourismus in der Region.

Der frei fließende Fluss und seine Auen reinigen das Wasser effektiver als jede Kläranlage und spenden Trinkwasser reinster Qualität . Die gleiche Wasserqualität ließe sich durch Kläranlagen nur mit Investitionen von Hunderten Millionen Euro erreichen.

Bei Hochwasser saugen sich die Auwälder voll wie ein Schwamm.  Dadurch schützen sie uns Menschen wirksamer vor Hochwasser als jede andere Maßnahme. Zudem sorgen sie so für Wasservorräte in trockeneren Zeiten. Und das alles kostenlos.