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Verbandspolitik

Stellvertretend für die rund 180.000 BN-Mitglieder fordern die BN-Delegierten den sofortigen Atomausstieg und eine konsequente Umsetzung der ökologischen Energiewende.

180.000 fordern: Atomausstieg sofort – ökologische Energiewende jetzt

Mit einem einstimmigen Votum bekräftigte die Delegiertenversammlung des Bundes Naturschutz (BN) an diesem Wochenende in Günzburg die BN-Forderung nach einem sofortigen Atomausstieg. Die Delegierten, die rund 180.000 Mitglieder und Förderer des BN repräsentieren, verlangten, die ökologische Energiewende konsequent umzusetzen. 

Der Landesvorstand wurde mit dem bisherigen Führungstrio Hubert Weiger, Doris Tropper und Sebastian Schönauer an der Spitze für vier Jahre wiedergewählt. Dabei erhielt der seit 2002 amtierende Erste Vorsitzende des BN, Hubert Weiger, 99,5 Prozent der Stimmen in geheimer Abstimmung. In einer Resolution forderten die Delegierten vom bayerischen Landtag und der Staatregierung, sich endlich schützend vor die bayerischen Wildtiere vom Luchs bis zum Biber zu stellen.  Ebenso sollen die letzten frei fließenden Flüsse Bayerns vor weiteren Wasserkraftwerken bewahrt werden.

Immer mehr Politiker kündigen derzeit den Konsens für einen schnellen Atomausstieg auf, der nach dem schrecklichen Unfall in Fukushima noch geherrscht hatte. „Gerade die bayerische FDP ist dabei, wieder zur Atompartei zu werden“, kritisierte der BN-Vorsitzende Prof. Hubert Weiger. „Doch die Lehre aus Tschernobyl und Fukushima, kann nur heißen, alle AKW sofort abzuschalten und endlich mit dem Energie sparen Ernst zu machen“ so Weiger. Für eine echte ökologische Energiewende vor Ort engagieren sich die rund 700 BN-Gruppen in ganz Bayern. Denn sie setzen diese Wende auf lokaler Ebene längst um, etwa mit der Organisation von Energiesparwettbewerben, Aktionen zum Austausch von ineffizienten Heizungspumpen, Bürgerwindrädern oder Gründung von Energiegenossenschaften. Bayern, so der einstimmig beschlossene Leitantrag der Delegiertenversammlung, müsse zum Spitzenreiter beim Energiesparen, in der Energieeffizienz und beim naturverträglichen Ausbau der Erneuerbaren Energien werden.


Resolution zum Schutz der bayerischen Flüsse

Neben dem Leitantrag zum Atomausstieg beschlossen die BN-Delegierten eine Resolution für den Schutz der bayerischen Fließgewässer und die grundlegende Überarbeitung der „Bayerischen Strategie Wasserkraft“ wonach die Bayerisches Staatsregierung die Wasserkraft auf ca. 17 Prozent des bayerischen Stromverbrauchs ausbauen will. Der BN fordert stattdessen, sich in der bayerischen Wasserkraftstrategie ausschließlich auf die energetische Optimierung der Turbinen bestehender Großanlagen bei gleichzeitiger Schaffung von ökologischer Durchgängigkeit und weiteren Verbesserungen für die Fische zu konzentrieren. Ein Neubau von Wasserkraftwerken ob in den großen Flüssen Donau, Salzach und Lech oder in den kleineren Fließgewässern ist für den BN ökologisch nicht vertretbar. Der BN-Vorsitzende Hubert Weiger erklärte, ein Festhalten der Bayerischen Staatsregierung an diesen Projekten werde zum zentralen neuen Konfliktfall mit der Regierung.


Neuer Landesvorstand gewählt

Der Landesvorstand des Bundes Naturschutz wurde in Günzburg turnusmäßig für die Jahre 2012 bis 2016 neu gewählt. Der Vorsitzende Hubert Weiger wurde mit über 99 Prozent  wiedergewählt. Große Mehrheiten erzielten auch die stellvertretenden Vorsitzenden Doris Tropper und Sebastian Schönauer sowie Schatzmeister Helmut Steininger. Ebenso wurden 5 Beisitzer neu- bzw. wiedergewählt. Der Haushalt des mit 179.000 Mitgliedern deutschlandweit größten Landesverbandes im Naturschutz wurde einstimmig beschlossen. 

Im Bild: Agnes Grasberger (JBN-Vertreterin), Martin Geilhufe (Beisitzer), Sebastian Schönauer (Stellv. Vorsitzender), Hubert Weiger (Erster Vorsitzender), Doris Tropper (Stellv. Vorsitzende), Günter Krell (Beisitzer), Winfried Berner (Beisitzer), Richard Mergner (Landesbeauftragter), Dieter Scherf (Beisitzer), Peter Rottner (Landesgeschäftsführer), Christian Hierneis (Beisitzer), Helmut Steininger (Landeschatzmeister, nicht im Bild).


Verdiente Mitglieder geehrt

Für ihren herausragenden Einsatz für die Natur und Umwelt ihrer Heimat zeichnete der Bund Naturschutz auf seiner Delegiertenversammlung drei seiner verdientesten Mitglieder mit der Bayerischen Naturschutzmedaille aus.

Geehrt wurden:

  • Wolfgang Döring, Weißenhorn, langjähriger Vorsitzender der BN Kreisgruppe Neu-Ulm (im Bild: 3. v. l.)
  • Gerda Fischer, Kaisheim bei Donauwörth, langjähriges Mitglied im BN-Landesbeirat (2. v. r.)
  • Karsten Schultz-Ninow, langjähriger Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Günzburg (4. v. r.)

Im Bild: Sebastian Schönauer, Doris Tropper, Wolfgang Döring (hinten), Renate Schultz-Ninow (vorne), Richard Mergner, Karsten Schultz-Ninow, Peter Rottner, Gerda Fischer, Hubert Weiger.


Delegiertenversammlung

Die Delegiertenversammlung des BN kommt einmal pro Jahr zusammen. Hier treffen sich rund 240 Abgesandte (Delegierte) aus den 76 BN-Kreisgruppen; die Delegierten vertreten die rund 180.000 Mitglieder des Bundes Naturschutz. Sie verabschieden den Haushaltsplan und legen die Grundlinien der Verbandspolitik sowie aktuelle Schwerpunkt der Verbandsarbeit fest.

 

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Für Rückfragen

Richard Mergner
Landesbeauftragter
Bund Naturschutz in Bayern e.V.
Mobil 0171 / 6 39 43 70