MenuBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Aktuelles


Hambacher Wald retten

Obwohl die Kohle-Kommission gerade über den Kohleausstieg verhandelt, will RWE Fakten schaffen und den letzten Rest des Hambacher Waldes für den Tagebau abholzen. Appellieren Sie an Bundes- und NRW-Landesregierung: Retten Sie den Hambacher Wald!


Verzögerter Netzausbau ist kein Grund den Ausbau der erneuerbaren Energien auszubremsen

Kommentar vom 14. August 2018

Zum heute vorgestellten "Aktionsplan Stromnetz" von Bundeswirtschaftsminister Altmaier erklärte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger:

"Statt die im Koalitionsvertrag vereinbarten Sonderausschreibungen für die erneuerbaren Energien endlich umzusetzen hat Wirtschaftsminister Altmaier heute seinen "Aktionsplan Stromnetz" vorgestellt. Es gibt keinen Grund mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien auf den Ausbau der Stromnetze zu warten. Wenn die Bundesregierung dies behauptet, erzählt sie der Bevölkerung ein Sommermärchen. Um den weiteren zügigen Ausbau von Wind- und Sonnenenergie zu ermöglichen, müssen die bestehenden Netze optimiert werden. Die entsprechenden Pläne in dem Aktionsplan dazu sind ein erster Schritt.

Das Festhalten an der bisherigen überzogenen Stromnetzausbauplanung kritisieren wir. Die bestehende Netzausbauplanung dient im Wesentlichen den wirtschaftlichen Interessen der Übertragungsnetzbetreiber. Immer mehr wissenschaftliche Studien halten zudem den bisherigen Netzausbau für deutlich überzogen. Intelligentere und dezentralere Alternativen werden derzeit nicht ausreichend geprüft. Dies muss sich schnell ändern."

Pressekontakt:
Thorben Becker, BUND Experte für Energiefragen, Tel.: (030) 2 75 86-421, thorben.becker(at)bund.net, bzw. Sigrid Wolff, BUND-Pressesprecherin, Tel.: (030) 2 75 86-425, presse(at)bund.net


Klimanothilfeplan des BUND

Pressemitteilung vom 08. August 2018

Berlin/Nürnberg: Durch die klimapolitische Untätigkeit der Bundesregierung verschärft sich die Klimakrise weltweit - auch in Deutschland. Die mit der aktuellen Hitzewelle verbundenen Umweltprobleme machen ein schnelles politisches Eingreifen notwendig. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert daher von der Bundesregierung umfassende Klima-Nothilfemaßnahmen in den Bereichen Energie, Verkehr, Landwirtschaft, Natur- und Gewässerschutz. Um die deutschen Klimaziele wie versprochen bis 2020 so weit wie möglich zu erreichen, müsse Bundeskanzlerin Angela Merkel von ihren Ministerien jetzt Sofortmaßnahmen einfordern. Ein entsprechendes Forderungspapier veröffentlichte der BUND heute anlässlich einer Pressekonferenz in Nürnberg.

"Die Bundesregierung muss aufhören, den Klimaschutz auf später zu verschieben. Lösungen liegen auf dem Tisch", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Angesichts der Hitzewelle, die aktuell vielerorts zu einem Fischsterben und zu dramatischen Auswirkungen auf die Landwirtschaft führe, zeige sich auch, dass Deutschland auf die Auswirkungen der Klimakrise nicht ausreichend vorbereitet sei. "Eine politische Sommerpause kann sich die Bundesregierung nicht leisten. Jetzt müssen Lösungen präsentiert werden, wie Deutschland seinen immensen CO2-Ausstoß in den Bereichen Energie, Verkehr und Landwirtschaft reduziert", sagte Weiger.

Im Energiesektor sieht der BUND die am schnellsten wirksame Maßnahme in der Abschaltung der klimaschädlichsten Kohlekraftwerke. Außerdem müsse für eine deutliche Reduktion des absoluten Energieverbrauchs gesorgt werden. Im Verkehrsbereich fordert der BUND unter anderem die Einführung eines generellen Tempolimits auf Autobahnen, die Abschaffung der steuerlichen Besserstellung von Dieselkraftstoff, eine generelle Erhöhung der Energiesteuer auf fossile Kraftstoffe und eine deutliche Erhöhung der Kfz-Steuer für Spritschlucker. Wirksame Sofortmaßnahmen seien auch im Bereich Landwirtschaft notwendig, vor allem eine Abkehr der Bundesregierung von ihrer Exportstrategie bei Billigfleisch. Dies könne durch die sofortige Reduktion der Fleischproduktion von aktuell 117 Prozent auf das Niveau des Selbstversorgungsgrades erreicht werden, so der BUND.

Eine besonders wirksame Klimaschutzmaßnahme sei die Renaturierung und Reaktivierung von Mooren, Auen und Feuchtgebieten durch einen Bundesnetzplan Biotopverbund, sagte der Vorsitzende des BUND Naturschutz, Richard Mergner. "Dadurch werden der Wasserhaushalt der Landschaft verbessert, Emissionen klimaschädlicher Gase verhindert und die Auswirkungen extremer Niederschläge sowie Dürren abgemildert", so Mergner.

Angesichts des aktuellen Fischsterbens, das mittlerweile die Artenvielfalt in der Elbe, im Rhein und in zahlreichen Seen und Flüssen in Nord- und Südwestdeutschland bedroht, fordert der BUND einen Stopp und die Rücknahme von Ausnahmegenehmigungen zur Einleitung von warmem Kühlwasser in aktuell ohnehin schon überhitze Flüsse.

Forderungspapier des BUND zur Klima-Nothilfe (PDF)


Ausstellung Energiewende

Entdecken Sie alles rund um Energiesparen, Energieeffizienz und Ausbau der erneuerbaren Energien!
Einzelheiten zur Aussstellung können Sie sich gerne auf unserer Ausstellungsseite anschauen.


Energiespardorf Bayern

Das ENERGIESPARDORF BAYERN ist bereits in fünf Planungsregionen in Bayern aktiv.


Stromanbieter wechseln

Zeigen Sie den Atomstromkonzernen die Rote Karte und wechseln Sie zu einem Ökostromanbieter

Der BUND Naturschutz in Bayern e. V. rät zu Ökostromanbietern, die mit dem Grüner Strom Label ausgezeichnet sind. Hinter dem Verein stehen sieben Umwelt- und Verbraucherschutzverbände (u.a. der BUND e. V.) sowie Friedensorganisationen.

Das Label ist seit 1998 auf dem Markt und damit das älteste Gütesiegel für Ökostrom in Deutschland. Kernkriterium der Zertifizierung ist, dass die Stromanbieter mit einem festen Betrag je verkaufter Kilowattstunde den Ausbau Erneuerbarer Energien fördern.

Achten Sie bitte bei regionalen Ökostromangeboten zum Beispiel Ihres Stadtwerkes darauf, dass dieses Angebot nach dem Grünen Strom Label zertifiziert ist - einfach Postleitzahl eingeben:
http://www.gruenerstromlabel.de/gruener-strom/oekostrom-beziehen/


Projekt pv@now easy

die DGS Franken hat eine "Nicht-Experten-Software" entwickelt, mit dem man ohne tieferes Vorwissen und nur ein bisschen Ahnung für sich abschätzen kann, ob eine PV Anlage mit Speicher Sinn für sich macht, ob man das will, wie man sich darin wiederfindet.

Dieses einfache tool ersetzt natürlich keine Wirtschaftlichkeitsberechnung - aber kann helfen bei der persönlichen Entscheidung - will ich das, und kann ich was bezahlen, grundsätzlich?

Anwendung unter www.pv-now-easy.de

pv@now easy basiert auf der Anwendung pv@now manager: www.pv@now.de
(Details zu den Berechnungsgrundlagen finden Sie hier.)

Das tool enthält jeweils unter (i) detailliertere Erklärungen und bietet in den Rubriken "Auslegung" und "das gute Angebot" weitere Informationen. Die Nutzung ist kostenlos.


BUND Naturschutz Zeitzeugen

Babs Günther: Mein Engagement gegen das AKW Grafenrheinfeld

Marianne Laepple: Widerstand gegen die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf


Resolution Atomstandort Lingen nicht länger tolerieren

Wir unterstützen die Resolution
Atomstandort Lingen nicht länger tolerieren!
AKW "Emsland" und Brennelementefabrik Lingen sofort stilllegen