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Luftbild von Landshut vor dem Kernkraftwerk im Isartal

BN widerspricht –
AKW Isar 1 wird keine Grüne Wiese

 

Am 17.04.2016 fand unter großer Beteiligung der 5. Gedenktag zur Atomkatastrophe in Fukushima am Tor 13 der Atomanlagen in Niederaichbach statt. (Aktions- und Demoflyer.)

Hinsichtlich des nach der Atomkatastrophe von Fukushima beschlossenen Abschaltens des AKW Isar 1 hat am 17. Januar diesen Jahres das Bayerische Umweltministerium als Aufsichtsbehörde den Antrag der PreussenElektra GmbH genehmigt, das AKW Isar 1 bei Landshut abzureißen. Das Umweltministerium verspricht in seiner Pressemitteilung vom 24. Januar hierzu eine "Grüne Wiese". Der BUND Naturschutz hält dies für Schönreden, denn selbst der Betreiber kündigt in seinem Sicherheitsbericht von 2014 an, dass über 99 Prozent des radioaktiven Inventars vor Ort bleiben werden. Der hochradioaktive Atommüll wird in Castoren im Zwischenlager weit über die genehmigte Zeit (2046) verbleiben müssen, da ein Abtransport in ein Endlager voraussichtlich erst mehrere Jahrzehnte später möglich sein wird. Man muss auch bedenken, dass dieses Zwischenlager in der Einflugschneise des Großflughafens Münchens liegt und es dem Absturz eines größeren Verkehrsflugzeugs nicht standhalten kann.

Der BUND Naturschutz hatte im Verfahren und Erörterungstermin in 2014 viele Einwände gegen das geplante Abrissverfahren der PreussenElektra GmbH vorgebracht. "Das Umweltministerium hat in seiner Genehmigung leider nichts von unseren Argumenten übernommen. Bedrohlicherweise soll der Abriss von Teilen des AKW Isar 1 schon beginnen, bevor das Nasslager, welches noch 1734 hochradioaktive Brennstäbe enthält, entleert worden ist. Im Genehmigungsbescheid des atomaren Zwischenlager von 2006 wurde auf Einrichtungen im Reaktor des AKW Isar I verwiesen - sogenannte "Heiße Zellen" - für den Fall, dass ein Castor undicht würde, oder zur Revision von Castoren, die dort möglichweise bis ca. 2100 gelagert werden müssen", ergänzte Kathy Mühlebach-Sturm, Vorsitzende der BUND-Naturschutz-KG Landshut das Szenario eines Rückbaus des AKW Isar I, so dass dort eben noch fast ein Jahrhundert lang keine grüne Wiese wird entstehen können.

Der Standort AKW Isar liegt in der Einflugschneise des Großflughafens München. Weder Reaktor noch Nasslager noch Zwischenlager sind sicher gegen Flugzeugabsturz oder Terrorangriff. Ein Ergebnis der Atommüll-Kommision des Deutschen Bundestages ist, dass die Räumung der der lokalen atomaren Zwischenlager erst 2080 bis 2120 stattfinden kann.

Wir fordern:

Isar 2 sofort abschalten!
Nasslager sofort räumen!
Zwischenlager sofort sichern!

Weitere Informationen zum AKW Isar erhalten sie in unserem Infoflyer.

Einwendungen des BUND Naturschutz im Rahmen des Genehmigungsverfahrens "Stilllegung und Abbau des Atomkraftwerks Isar I" (Mai 2014)