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Gebäudesanierung

Maßnahmen, Umfang, Kosten

In einer Gemeinschaftsarbeit des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz und des Bund Naturschutz Bayern e.V. erstellte das Institut Wohnen und Um-welt GmbH, (IWU, Darmstadt) eine Studie, die Maßnahmen und Kosten für 11 typische Gebäude beschreibt, die im Wohngebäudebestand Bayerns von großer Bedeutung sind.

Das Ziel dieser Studie ist es für die wichtigsten 11 Haustypen zu umreißen, welche Maßnahmen sinnvoll sind, was sie kosten und was sie einbringen (sowohl bei der Energieeinsparung als auch finanziell).

Die Haustypen wurden nach ihrer Verbreitung ausgewählt und danach, welche am meisten Heize-nergie pro Quadratmeter verbrauchen. In der Regel sind dies Gebäude aus den 60iger und 70iger Jahren.

Wenn Sie Ihr eigenes Haus einem der 11 Typen zuordnen können, dann vermittelt Ihnen das Hausdatenblatt einen ersten Eindruck wie eine Energiesanierung aussehen könnte und was sie kostet.
Das Ergebnis ist durchweg erfreulich. Die für die energetische Sanierung aufzuwendenden Mehr-kosten liegen niedriger als die Kosten, die sie einsparen, indem sie viel weniger Öl brauchen. Damit finanziert sich die Energiesanierung „von alleine“.

Wie ist das gemeint?

Das Maßnahmenpaket wirft – je nach Typ und Größe des Hauses – 18000 Euro (oder mehr) an energiespezifischen Mehrkosten auf. Mit einem zinsgünstigen Darlehen (z. B. durch die Kreditan-stalt für Wiederaufbau KfW) lassen sich diese Kosten auf 20 Jahre strecken. Damit wird es mög-lich, die Kosten für jede eingesparte Kilowattstunde in dieser Zeit zu berechnen.
Wenn es billiger ist, eine Kilowattstunde einzusparen als sie zu kaufen, dann ist die Maßnahme wirtschaftlich.


Am Ende der zweiten Seite jeden Datenblattes sind beide Preise angegeben:
Als Mittelwert über die nächsten 20 Jahre

 

                                                                      >>>                          6,6    eingesparte kWh

3% Energiepreissteigerung                    >>>                          7,9    verbrauchte kWh

4% Energiepreissteigerung                    >>>                          8,7   verbrauchte kWh

5% Energiepreissteigerung                    >>>                          9,6    verbrauchte kWh

 

Wichtig ist: Bevor Sie eine Sanierung über 30- bis 40.000 Euro in Auftrag geben, lassen Sie ein individuelles Gutachten Ihres Hauses von einem geprüften Energieberater erstellen. Adressen erhalten Sie bei Ihrem Landratsamt/Ihrer Stadtverwaltung. Denn nur das auf Ihr Haus zugeschnittene Maßnahmenpaket bringt den optimalen Erfolg. Sonst setzen Sie leicht ein paar Tausend Euro in den Sand. Wenn Sie ihre Investition getätigt und das Darlehen abgeschlossen haben, können Sie für 20 Jahre im Voraus sagen, was Sie die eingesparte Kilowattstunde kostet. Dem müssen Sie den tatsächlichen Ölpreis in den nächsten 20 Jahren gegenüberstellen. Und den kennen Sie nicht. Das IWU-Gutachten wurde im Frühjahr 2006 veröffentlicht und geht von einem Ölpreis von 59 Cent pro Liter aus, bei einer Preissteigerung von 3 bis 5 % im genannten Zeitraum. Im Juli 2006 kostete der Liter Öl aber bereits 72 Cent, was einer 3%igen Preissteigerung über 7 Jahre (!) entspricht. D.h. die Preissituation wird viel dramatischer als in der Studie angenommen. Und jetzt wählen Sie bitte Ihr Haus aus (klicken Sie dazu das entsprechende Haus einfach an – sie werden dann zum entsprechenden Maßnahmenpaket weitergeleitet!)

 

Die komplette IWU-Studie ( 98 Seiten, pdf-Format ) können sie hier downloaden.

 

Einfamilienhaus 1949-68 Typ A

 

 

Einfamilienhaus 1949-68 Typ B

 

 

Einfamilienhaus 1949-68 Typ C

 

 

Einfamilienhaus 1949-78

 

 

Mehrfamilienhaus 1949-68 Typ A

 

 

Mehrfamilienhaus 1949-68 Typ B

 

 

Mehrfamilienhaus 1949-78 Typ A

 

 

Mehrfamilienhaus 1949-78 Typ B

 

 

Reihenendhaus 1969-78 Typ A

 

 

Reihenendhaus 1969-78 Typ B

 

 

Reihenmittelhaus 1969-78