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Bürgersolardächer - erneuerbare Energie für jederman

Solarstrom - Energie der nahen Zukunft

In wenigen Jahrzehnten sind die alten Energieträger Uran, Öl und Gas erschöpft, bzw. werden so teuer sein, dass sie für Energiezwecke nicht mehr brauchbar sind.Die Preise für die alten Energieträger werden bald empfindlich in die Höhe schnellen. Nur wenn bis dahin die Erneuerbaren Energien gegenhalten können, werden die Energiekosten zu bremsen sein.
Der Bund Naturschutz setzt daher auf die Solarenergie.
Der BN hat die wichtigsten Informationen und praktische Tipps zur Verwirklichung von Bürgersolarkraftwrken zusammengestellt:

>>> Infoblatt  als PDF-Datei (33kB)

Was Sie in jedem Fall wissen solten:

Neue Einspeisevergütung für Solarkraftwerke ab 1. Januar 2004
Die Bundesregierung hat mit dem Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) die Markteinführung der Solarstromtechnik erheblich vorangebracht. Bis Juni 2003 wurde für die Vorfinanzierung von PV-Anlagen ein besonders zinsgünstiges Darlehensprogramm (1,9% Zins p.a.), das sog. Hundert-Tausend-Dächer-Programm gewährt. Dieses Programm ist im Juni 2003 ausgelaufen.
Als Ausgleich für den Wegfall dieses zinsgünstigen Darlehens hat der Bundestag beschlossen, die Einspeisevergütungssätze für neu ans Netz gehende Solarkraftwerke anzuheben. Dies wird durch ein Vorschalt-gesetz geregelt. („Vorschaltgesetz“, weil es einer im nächsten Jahr anstehenden Novellierung des EEG vorgeschaltet ist.)
Folgende Einspeisevergütung gilt ab 1.1.2004 für die unterschiedliche Lage von PV-Anlagen:
Dachanlagen: 57,4 Ct/kWh
Fassadenanlagen: 62,4 Ct/kWh
Freilandanlagen: 45,7 Ct/kWh
Für große Dachanlagen gilt überdies eine Degression:
Das 31. bis 100. kW Leistung wird mit 54,6 Ct/kWh, ab dem 101. mit 54,0 Ct/kWh vergütet.
Wie bisher erniedrigt sich die Einspeisevergütung um jeweils 5 % pro Jahr, wenn die Anlage erst in den Folgejahren 2005, 2006 usw. installiert wird. 
Initiative Bürgersolardach im Bund Naturschutz
Wer kein eigenes oder kein geeignetes Dach für eine Solarstromanlage hat, kann an der Markteinführung dieser Zukunftstechnik aktiv mitwirken, indem er ein Bürgersolardach mitfanziert.
In der Initiative Bürgersolardach finden sich viele solarbegeisterte Bürger zusammen, um - in einer Art Selbsthilfegruppe -  gemeinsam unter Nutzung eines öffentlichen Daches eine PV-Anlage zu errichten, garantiert grünen Strom zu erzeugen und einen Beitrag zur Markteinführung der Solarstromtechnik zu leisten.
In den Kreis- und Ortsgruppen des BN gibt es viele Mitglieder, die sachkundig und für die Solartechnik engagiert sind. Sie können mit Informationsveranstaltungen, mit Kontakten zu Gemeinde, Stadt oder Unternehmen den Weg zu einem Bürgersolarkraftwerk ebnen. Es gibt in Bayern mittlerweile hunderte solcher Bürgeranlagen, die mit dem EEG abbezahlt werden, davon 70 Anlagen, die von Aktiven des BN initiiert wurden.
Um ein Bürgersolarkraftwerk auf den Weg zu bringen, können Sie wie folgt in Schritten vorgehen:
1. Suchen Sie nach einem unverschatteten Süd- oder Flachdach einer Schule, des Rathauses, einer Turnhalle, einer Werkshalle etc.
2. Sprechen Sie mit Besitzer, Kommune etc. Klären Sie Architekturprobleme und die Fragen der Statik (Zusatzlast, Windlast). Ist das Dach zuverlässig dicht?
3. Lassen Sie von einer Solarfirma ein Grobprojekt erstellen (Ausrichtung, ggf. Abstand der Module, wieviel Kilowatt Leistung sind sinnvoll).
4. Lassen Sie, am besten von einem Steuerberater oder einem einschlägig versierten Juristen ein Finanzierungskonzept erstellen, das auch die Gesellschaftsform klärt.
5. Laden Sie zu einer öffentlichen Informationsversammlung ein, auf der das Projekt vorgestellt und nach Investoren gesucht wird.
6. Gesellschaftsgründung mit genauer Finanzierungsplanung. (Der BN soll als Organisation nicht finanziell beteiligt sein - Gemeinnützigkeit!)
7. Projektausschreibung, Bau und Inbetriebnahme der Anlage. Festliche Einweihung.
Rückfragen 
 Rückfragen an: BN Energiereferent, Dr. Herbert Barthel, 0911/81878-17