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Energiesparen

Berechnungen des BUND sowie von wissenschaftlichen Instituten zeigen, dass durch die Halbierung des heutigen Energieverbrauchs auf ein nachhaltig verträgliches Maß ausreichende Energiemengen in Deutschland aus Erneuerbaren Energien bereitgestellt werden können.

Foto: fotalia

Es müssen die Mittel für die gezielte Förderung von Energieeinsparung (insbesondere für Gebäude und zur Förderung des Stromsparens v.a. bei Haushalten mit geringerem Einkommen) sowie zur Förderung erneuerbarer Energien genutzt werden. Eine sozial-ökologische Finanzreform die sowohl den Abbau umwelt- und klimaschädlicher Subventionen als auch die Verteuerung nicht nachhaltiger Güter und Dienstleistungen umfasst wäre nach Ansicht des BUND in vielfacher Hinsicht gewinnbringend und sollte zur Kernaufgabe des Finanzministers in der neuen Legislaturperiode avancieren. Die deutsche Wirtschaft steckt voller institutionalisierter Regelungen, die den Verbrauch ankurbeln und dafür rechtliche wie ökonomische Anreize setzen. Eine Inventur solcher Regelungen ist vorrangig, von der Honorarordnung für Architekten bis zu Mengenrabatt-Angeboten. In vielen Bereichen ist der Blick auf die Qualität verloren gegangen; es zählen nur noch Quantitäten, sei es in der Pflege, bei Handwerksdienstleistungen, in der Produktion, oder bei der Bildung. Wir fordern eine Umgestaltung dieser Anreizsysteme nach der Richtschnur "besser ist besser als mehr".

Sofortmaßnahmen

  1.  Abschaffung des Dieselprivilegs: In einem ersten Schritt muss sofort die privilegierte steuerliche Behandlung von Dieseltreibstoff beendet werden. Damit würde sich Diesel um ca. 16 Cent / Liter verteuern. Heute kostet die geringere Besteuerung von Diesel im Vergleich zu Benzin die Steuerzahler jährlich ca. 7 Mrd. Euro.
  2. Progressive Tarife: Die Preise pro konsumierter Einheit von Wasser, Strom, Gas etc. sinken mit der verbrauchten Menge - ein klarer Anreiz zum Mehrverbrauch. Das ist sowohl ökologisch ein Skandal, wie auch sozial ungerecht: ein Durchschnittshaushalt zahlt mehr pro m3 Wasser als der Villenbesitzer, der seinen Swimmingpool füllt.
  3. Ende des "Biosprits": die Förderung der landwirtschaftlichen Produktion von Benzin- und Dieselersatzstoffen ist ökologisch verheerend und sozial weitgehend unwirksam; die globalen Auswirkungen (Tropenwaldabholzung, Plantagenwirtschaft, Unterdrückung lokaler Gemeinschaften, Hungerkrisen) sind sozial wie ökologisch katastrophal.

Mehr Informationen: Sozialökologische Finanzreform


Um Energie zu sparen, muss in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr einiges getan werden!