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NEUE GENTECHNIK – EINE KRITISCHE ANALYSE

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat im Juli 2018 entschieden, dass auch die „neue Gentechnik“ Gentechnik ist und deshalb auch für sie die EU-Freisetzungsrichtlinie 2001/18/EG gilt.
Bei einem Seminar im April 2019 wurden die neuen Techniken, allen voran CRISPR/Cas9, vorgestellt und die Risiken diskutiert.

Obwohl der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden hat, dass auch die „neue Gentechnik“ Gentechnik ist und deshalb auch für sie die EU-Freisetzungsrichtlinie 2001/18/EG gilt, versuchen Gentech-Konzerne und Teile von Politik und Wissenschaft, durch Druck und geschickte Verharmlosungsstrategien die damit verbundenen Regelungen (Zulassungsprüfung, Kennzeichnung und Monitoring etc.) auszuhebeln.

Gentechnische Verfahren der Pflanzenzucht werden dafür bevorzugt als Nicht-Gentechnik uminterpretiert und anders bewertet als der EuGH es tat.

In dem Seminar wurden auch aktuelle Entwicklungen im Bereich Agro-Gentechnik, von der Diskussion auf EU Ebene über den Markt für „ohne Gentechnik“ erzeugte tierische Lebensmittel bis zu den zahlreichen Patenten im Bereich neue Gentechnik beleuchtet.

Hier finden Sie die Vorträge:

Dr. Martha Mertens, Sprecherin BN/BUND AK Gentechnik: "Aktuelle Entwicklungen im Bereich Agro-Gentechnik"

Dr. Katharina Kawall Fachstelle Gentechnik und Umwelt: "Genome Editing - Ein wissenschaftlicher Überblick über die neuen Gentechnikverfahren und der damit verbundenen Unsicherheiten
mit Diskussion"

Dr. Ruth Tippe, Kein Patent auf Leben: "Wer prägt die neuen Technologien und schafft sich Monopole im Bereich Pflanzen?"