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Nachrichten aus dem Bereich der Gentechnik

Bleibt Bayern gentechnikanbaufrei?

Ein neuer Gesetzentwurf aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium soll eine EU-Richtlinie zu Möglichkeiten für Gentech-Anbauverbote in deutsches Recht umsetzen. Leider stellt der Entwurf aber so hohe Hürden auf, dass bundesweite Anbauverbote für Gentech-Pflanzen praktisch unmöglich werden. Einfache deutschlandweite Verbotsmöglichkeiten werden nicht genutzt. Stattdessen setzt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf die Initiative der Bundesländer, Anbauverbote zu begründen. Sollten sie dies nicht flächendeckend tun, besteht die Gefahr, dass Deutschland zu einem Flickenteppich von Ländern mit und ohne Gentechnikanbau wird.

Lesen sie mehr in der Pressemitteilung vom 24. Oktober 2016

Stellungnahme des BUND zum Entwurf eines Vierten Gesetzes zur Änderung des Gentechnikgesetzes

Niederlage für Monsanto - Patent auf indische Melonen widerrufen

Das Europäische Patentamt (EPA) hat ein Patent von Monsanto auf Melonen (EP1962578) aus technischen Gründen widerrufen. In diesem Patent beanspruchte der US-Konzern Pflanzen als Erfindung, die eine natürliche, ohne Gentechnik gezüchtete Resistenz gegen bestimmte Viren aufweisen. Diese Resistenz wurde in indischen Melonen entdeckt. Das EPA hatte das Patent 2011 erteilt, obwohl laut den europäischen Patentgesetzen Formen konventioneller Züchtung und Pflanzensorten nicht patentiert werden dürfen.

Der Widerspruch, der letztendlich zu diesem Widerruf geführt hat, wurde von einem breiten Bündnis von Verbänden, unter anderem auch vom BN getragen.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung von no patents on seeds.

Weitere Hintergrundinformationen finden Sie hier

Fünf Jahre gentechnikanbaufreies Bayern

Lesen Sie hier in der Pressemitteilung vom 13. November 2014 eine Chronologie des Widerstandes gegen Gentechnikanbau und die Forderungen, die der BUND Naturschutz auch weiterhin an die Bayerische Staatsregierung richtet.

Ehrung von Dr.Martha Mertens

Foto: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Anlässlich der Feierstunde zu „Fünf Jahre gentechnikfreies Bayern“ im November 2014 erhielt Dr. Martha Mertens, Sprecherin des BN-Arbeitskreises Gentechnik die Bayerische Staatsmedaille für besondere Verdienste.
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Diskussion in der Süddeutschen Zeitung:

Ein Artikel pro Gentechnik und die Erwiderung des BN

„Im Artikel „Schluss mit der Scheindebatte“ von Katrin Blawat im Wissenschaftsteil der Süddeutschen Zeitung vom 31.08./01.09.2013 wird argumentiert, der Begriff „Grüne Gentechnik“ sei wissenschaftlich nicht ausreichend definiert und könne nicht zur Abgrenzung zu konventionellen Züchtungsverfahren dienen. Die jeweils entwickelten Pflanzen sollten unabhängig von der Methode, die zu ihrer Herstellung eingesetzt werden, beurteilt werden. Gentechnik lasse sich nicht sinnvoll von Mutationszüchtung und anderen modernen Züchtungsverfahren abgrenzen, was Kritiker der Gentechnik noch nicht verstanden hätten.

Artikel in der SZ von Katrin Blawat "Schluss mit der Scheindebatte" vom 01.09.2013
http://www.sueddeutsche.de/wissen/gruene-gentechnik-schluss-mit-der-scheindebatte-1.1758979


Doch so einfach, wie der Artikel suggeriert, ist es nicht.
Leserbrief des BN zum Artikel in der SZ von Katrin Blawat "Schluss mit der Scheindebatte" vom 17.09.2013

Globale Erklärung gegen Monsantosierung von Saatgut, Pflanzen, Tieren und Lebensmitteln

Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) engagiert sich gegen Patente auf Tiere und Pflanzen und fordert einen Stopp der Patentierung von Saatgut, Pflanzen, Tieren und Lebensmitteln.
Ein internationales Bündnis gegen Patente auf Saatgut, Pflanzen, landwirtschaftliche Nutztiere und Lebensmitteln startete im März 2010 globale Aktivitäten. Weit über 100 Organisationen aus vielen Teilen der Welt warnen gemeinsam vor den Gefahren einer zunehmenden Monopolisierung in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. Der BN hat dazu einen Aufruf unterzeichnet.

Am 3. März 2010 begleitete der BN die Gerichtsverhandlung gegen das sogenannte Kuh-Patent mit einer Protestkundgebung. Leider wurde in der Verhandlung der Einspruch gegen das Patent vom europäischen Patentamt im März zurückgewiesen.

Weitere Informationen >

Aufruf gegen Patente auf Leben

Selbst konventionell gezüchtete Tiere werden heute von der Industrie als "Erfindung" beansprucht. Der BN fordert zusammen mit über 100 Organisationen einen Stopp solcher Patente auf Tiere, Pflanzen, Saatgut und Lebensmittel. Weiter >

Stellungnahmen des BUND Naturschutz

BN-Stellungnahme zur Broschüre der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) "Grüne Gentechnik" vom 29.04.2010
Der Bund Naturschutz teilt nicht die Auffassung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dass die Nutzung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) in der Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag leistet, um hohe Erträge zu sichern und zugleich die landwirtschaftliche Produktion umweltfreundlicher zu gestalten.
Mehr dazu >

Informationen zur Gentechnikgesetzesnovelle von Agrarminister Seehofer und dem Bundeskabinett finden Sie hier >

BN-Stellungnahme zur Studie der LfL zur Einsparung von Pestiziden durch den Anbau von GVO-Pflanzen
Der BN nimmt Stellung zur Studie der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) über die Auswirkungen des Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP) auf den Verbrauch von Pflanzenschutzmitteln und die Bewertung möglicher Veränderungen hinsichtlich der Belastung der Umwelt und des Naturhaushaltes.
Mehr dazu >

BN-Informationen zur Agro-Gentechnik: Gegenstellungnahme zur Broschüre "Daten + Fakten + Ziele - Zwölf Eckpunkte zur Grünen Gentechnik" des bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
Die BN-Stellungnahme bietet wichtige Zahlen, Fakten und Argumente für die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Agrogentechnik und ist insbesondere auch für Lehrer/innen und Schüler/innen geeignet.
Mehr dazu >