MenuBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Seminar "Zukunft für die bäuerliche Tierhaltung" von AbL, BN und Landesnetzwerk Bauernhöfe statt Agrarfabriken

Begrüßung

durch Marion Ruppaner (BN), Josef Schmid (AbL), und Robert Hess (Landesnetzwerk Bauernhöfe statt Agrarfabriken)

Die Einführung von Marion Ruppaner zu Gründen und Zielen des "Landesnetzwerk Bauernhöfe statt Agrarfabriken" finden Sie hier

Die Ansprache von Josef Schmid, AbL finden Sie hier

Marion Ruppaner, Agrarreferentin BUND Naturschutz
alle Bilder: BN
Josef Schmid, Vorsitzender Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft
Robert J. Hess, Landesnetzwerk Bauernhöfe statt Agrarfabriken

Initiativen stellen sich vor

Heidi Terpoorten
Lisa Munz
Francis Oppenauer

Heidi Terpoorten: "Aktionsbündnis Stoppt den Saustall": seit 2013 Kampf im Bündnis gegen Tiermastanlagen in Nordschwaben
Mehr Infos unter http://www.stoppt-den-saustall.de/

Lisa Munz, Eschelbach: Im kleinen Ort bei Wolnzach soll eine bestehende Hühnermastanlage von 50.000 auf 144.600 Tiere fast verdreifacht werden

Francis Oppenauer, Münchberg: geplante Schweinemastanlage, über die noch wenig bekannt ist

Konrad Lichtenauer, Bad Grönenbach: geplanter Milchviehstall für 1.000 Kuhplätze mit offenen Fragen zu Privilegierung und Verwendung der Gülle

Stefanie Weigel, Aktionsbündnis Artgerechtes München: Positivbeispiel, wie in München für den Verzehr von Fleisch aus artgerechter Tierhaltung hingearbeitet wird. Die Präsentation von Frau Weigel sehen Sie hier

Rosi Steinberger und Kathy Mühlebach-Sturm vom Schutzbündnis Tier & Umwelt, Landshut: gelungenes Beispiel, entstanden aus dem Widerstand gegen den Schlachthofneubau in Landshut, wie im "Schweinegürtel" um Landshut verschiedenste Veranstaltungen organisiert werden um aufzuzeigen, dass Tierhaltung, Existenzen der LandwirtInnen, Grundwasserprobleme und Verbraucherverhalten zusammenhängen und wie eine für alle verträgliche Lösung aussehen könnte.
Mehr Infos unter http://schutzbuendnis.de/

Konrad Lichtenauer
Stephanie Weigel, Tollwood
Rosi Steinberger, MdL und Kathy Mühlebach-Sturm
Josef Gelb

Josef Gelb, Landwirt aus dem Landkreis Aichach-Friedberg: Neubau eines "Tierwohlstalls": Dazu gehören Strohhaltung, ein überdachter Auslauf, Boxen, die mit der Größe der Ferkel mitwachsen, gentechnikfreie Fütterung. Leider ist nach Aussage von Herrn Gelb der Absatz der so gemästeten Schweine noch schleppend, weil viele Verbraucher nicht bereit sind, den höheren Preis zu zahlen.

Artgerechte Tierhaltung rechnet sich

Hans Möhrle
Karl Österle

Vorträge von Hans Möhrle (stellv. Vorsitzender) und Karl Österle (Vorsitzender) der "Erzeugerorganisation (EZO) Süd für besonders umweltschonende und artgerechte Tierhaltung". Mitglieder werden durch Beratung, Absatz und Einkauf in der umweltschonenden und artgerechten Tierhaltung unterstützt. Sie arbeiten satzungsgemäß nach den Richtlinien von NEULAND e.V. oder Tierschutzlabel Premiumstufe oder der EG-Öko-Verordnung.

Vortrag Möhrle zur Organisation der EZO Süd

Vortrag Österle: Vorstellung des Schweinebetriebs

Gesellschaftlich akzeptierte Nutztierhaltung in Bayern

Isabel Boergen

Vortrag von Isabel Boergen, Tierschutzexpertin, die an der Studie "Gesellschaftlich akzeptierte Nutztierhaltung in Bayern - Stellungnahme und Empfehlungen der Verbraucherkommission Bayern", erarbeitet von der Arbeitsgruppe Tierwohl, mitgearbeitet hat.

Motto: Tierschutz ist Menschenschutz!

Zitat: "Das Gutachten gibt einen Überblick über die Bedeutung der Viehwirtschaft in Deutschland und die Wahrnehmung der Tierhaltung seitens der Verbraucher*innen. Es benennt die wichtigsten Problemfelder in der modernen Nutztierhaltung aus Sicht des Tierschutzes mit Bezug auf Zucht und Haltung, aber auch hinsichtlich verwaltungsrechtlicher Verfahren und des Vollzugs. Das Gutachten dokumentiert dringende Handlungsbedarfe auf allen Ebenen: seitens der Tierhaltungsbetriebe, der Politik, der Verwaltung und seitens der Konsumenten."

Leider können wir Ihnen den Vortrag wegen fehlender Bildrechte nicht zur Verfügung stellen.

Die Studie finden Sie auf der Seite der Verbraucherschutzkommission oder zum Download hier

Von Niedersachsen lernen - Tierschutzplan

Thomas Dosch

Referat von Thomas Dosch, Abteilungsleiter im Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen.

Zitat: "Der Staat hat nicht die Aufgabe zwischen Gut und Schlecht zu unterscheiden - er hat das Schlechte zu verbieten!"

Phasen bei der Umsetzung des Tierschutzplans Niedersachsen:

  • Missstände benennen
  • Handlungsempfehlungen ausarbeiten
  • gesetzlichen Rahmen anpassen
  • und das alles mit einem konkreten Zeitrahmen

Podiumsdiskussion: Wie weiter mit der Tierhaltung in Bayern?

Auf dem Podium von links nach rechts: Rosi Steinberger, MdL Grüne; Dr. Leopold Herz, MdL Freie Wähler; Marion Ruppaner, BN; Herbert Woerlein, MdL SPD; Thomas Dosch, Landwirtschaftsministerium Niedersachsen; Isabel Boergen, Tierschutzexpertin

Während in ihren Statements sowohl Frau Steinberger (Grüne) als auch Herr Woerlein (SPD) deutliche Verbesserungen beim Tierwohl auch durch gesetzliche Vorgaben durchsetzen wollen, ohne dabei einen Strukturwandel bei den Bauern zu forcieren, setzt Herr Dr. Herz (FW) ganz auf Freiwilligkeit.

Kurze Frage: Wäre Ihre Partei an der Regierung, was wäre Ihre erste Maßnahme für die Landwirtschaft?

Rosi Steinberger: Die gemeinsame Agrarpolitik umbauen: öffentliche Leistungen müssen auch  öffentlichen Gütern zugute kommen.

Dr. Leopold Herz: Ich würde versuchen, dass Lebensmitteleinzelhandel, Erzeuger und Verbraucher auf Augenhöhe miteinander verkehren

Herbert Woerlein: Einführung einer konsequenten Labelpflicht für tierische Lebensmittel, insbesonders für Fleisch nach dem Modell der Eierkennzeichnung und Agrarförderung nur für nachhaltig wirtschaftende Betriebe.

Die CSU hatte leider trotz mehrerer Anfragen keinen Vertreter geschickt.

Fragen an den Rechtsanwalt

Als letzter Programmpunkt konnten Interessierte und Betroffene Fragen an Udo Volpert, Fachanwalt für Verwaltungsrecht aus Burghausen stellen, der sein Fachwissen dankenswerter Weise kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Hier konnten Tipps zur Vorgehensweise im Verfahren und Fachfragen zum Verhalten gegenüber den genehmigenden Stellen ausgetauscht werden.

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