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Transnationales Projekt "Dare to Connect"

Getreu dem Motto „Grenzen trennen. Natur verbindet!“ arbeitet der BUND Naturschutz (BN) weiter an der Verknüpfung von Lebensräumen im und am Grünen Band Europa. Im EU-Projekt "Dare to connect" werden grenzüberschreitende ökologische Korridore gestärkt.

Der Fachbereich Grünes Band leitet seit 01.06.2018 das von der EU geförderte Projekt „DaRe to Connect“ („Wage es zu verbinden“) mit elf Partnerorganisationen aus acht europäischen Ländern der Donauregion.In dem dreijährigen Projekt arbeiten insgesamt elf Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen aus acht europäischen Ländern (Deutschland, Kroatien, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowakei, Tschechien und Ungarn) gemeinsam an der Umsetzung der Projektziele. Der BUND Fachbereich Grünes Band mit Sitz in Nürnberg übernimmt hierbei die Leitung.

Ökologische Korridore schaffen

Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, die Durchgängigkeit am größten europäischen Lebensraumverbund und Rückgrat der europäischen „Grünen Infrastruktur“, dem Grünen Band, weiter zu stärken. Im Fokus steht hierbei insbesondere die Entwicklung grenzüberschreitender, transnationaler ökologischer Korridore zwischen bestehenden Natura-2000-Gebieten. Denn „Natur kennt keine Grenzen, daher dürfen die Bemühungen um deren Schutz auch nicht an diesen haltmachen“, wie Richard Mergner, 1. Vorsitzender des BN anlässlich des ersten Partnertreffens am 4./5. Juli 2019 in Nürnberg betonte.

Neben dem Erhalt und der Weiterentwicklung der vorhandenen Ökosysteme geht es auch um deren Nutzen für den Menschen, die sogenannten Ökosystemleistungen. Im Rahmen des Projekts werden Methoden entwickelt, mit denen anhand von Satellitenbildern geeignete ökologische Korridore identifiziert werden können. Dies wird künftig allen Akteuren am Grünen Band in Europa zu Gute kommen. In sechs Pilotregionen werden die entwickelten Methoden erprobt und  grenzüberschreitende Pilotmaßnahmen umgesetzt. Der BN wird gemeinsam mit Partnern aus Tschechien und Österreich im Dreiländereck Bayerischer Wald- (D), Šumava (Cz) und Mühlviertel (AT) unter anderem Detailkonzepte für eine bessere Vernetzung von Schutzgebieten erarbeiten. Die Gesamtergebnisse des Projekts werden schließlich in einer gemeinsamen Strategievision „Green Belt in the Danube Region 2030“ gebündelt, um politische Wirksamkeit zu erhalten.

Wer fördert das Projekt "Dare to connect"?

Das Projekt "Dare to connect" ist eines von europaweit 22, die in dem EU-Donauraumprogramm („Interreg Danube Transnational Programme“) aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Instrument für Heranführungshilfe (IPA) gefördert werden. Die  EU übernimmt 85 Prozent der gut zwei Millionen Euro Projektkosten. Des Weiteren wird das Projekt aus dem „Bundesprogramm Transnationale Zusammenarbeit“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur kofinanziert. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz fungiert als strategischer Projektpartner. In der über einjährigen Entwicklungsphase des Projekts wurde der BN durch das Programm „StartTransnational!“ des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat unterstützt.