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Auf einem Dach: Begrünung und Photovoltaik

Wer eine Photovoltaikanlage installieren will, muss auf eine Dachbegrünung nicht verzichten. Sie erleichtert die Installation der Solaranlage und macht diese zudem leistungsfähiger. Im Sommer kann so laut BUND Naturschutz rund ein Fünftel mehr Energie produziert werden.  

Foto: fotolia.com/ vege

Ab einer Betriebstemperatur von 25 Grad Celsius sinkt die Leistung einer Solaranlage mit jedem weiteren Grad um 0,5 Prozent. Da Pflanzen im Gegensatz zu nackten Ziegel-, Kies- oder Metalldächern Sonnenstrahlen kaum reflektieren, heizt sich die Solaranlage weniger auf. Im Sommer kann der Temperaturunterschied zwischen bepflanztem und unbepflanztem Dach bis zu 40 Grad und der Leistungsunterschied dadurch bis zu 20 Prozent betragen. Die Befestigung durch die Bepflanzung beschädigt zudem nicht die Dach-Isolierung, was bei der herkömmlichen Installation im Dachstuhl leicht passieren kann.

Die Pflanzendecke wirkt sich aber nicht nur positiv auf die Stromproduktion aus. Sie bietet Lebensraum für kleine Tiere, schützt vor Witterungsschäden, bindet Staub und filtert Luftschadstoffe. Zudem dämmt die Begrünung das Haus vor Hitze und Kälte und ist somit eine sinnvolle Ergänzung zur energetischen Sanierung des Hauses.

Ansprechpartner für Zuschüsse zur Dachbegrünung von bis zu 60 Euro pro Quadratmeter sind die kommunalen Verwaltungen. Einen Überblick zur Förderung und Installation von Photovoltaikanlagen findet man beim Solarserver.

Tipps für „Dach-GärtnerInnen“ bietet die Broschüre "Grün auf Wand und Dach", die für 2,20 Euro im BUNDladen bestellt werden kann.

Mehr Infos:

Solarserver 
Broschüre "Grün auf Wand und Dach"