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Biogemüse: Gesund und lecker

In Zeiten von Lebensmittelskandalen wird die Frage nach gesunder Ernährung wieder neu gestellt. Ob Fleisch, Obst oder Gemüse: Die Verbraucher verlangen kontrollierte Nahrungsmittel, die die Gesundheit nicht beeinträchtigen.

Foto: fotolia.com/ Dirk Houbon

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat in einer Studie nachgewiesen, dass der regelmäßige Verzehr von Obst und Gemüse wirksamen Schutz vor Krebserkrankungen bieten kann.Der BUND Naturschutz (BN) rät, Bio-Obst und -Gemüse zu kaufen, denn das enthält in der Regel viel weniger schädliches Nitrat und giftige Pestizide als konventionelles Gemüse.

was Kann der Ökolandbau noch?

Abseits vom gesundheitlichen Nutzen für den Verbraucher leistet der ökologische Landbau auch Großes für das Allgemeinwohl:

Im Ökolandbau wird in geschlossenen Kreisläufen gearbeitet und damit werden die natürlichen Lebensgrundlagen, wie Boden, Wasser, Luft und die Biodiversität erhalten. Die ökologische Landwirtschaft hat eine bessere Energieeffizienz als die konventionelle. Wegen des Verzichts auf chemische Pflanzenschutzmittel und mineralische Düngemittel weisen ökologische Lebensmittel weniger Rückstände auf. Außerdem ist die Artenvielfalt auf ökologisch bewirtschafteten Flächen in der Regel deutlich höher. Der Ökologische Landbau trägt damit zum Erhalt der Biodiversität in der Agrarlandschaft bei. Tiere werden artgerecht gehalten. Der Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen und Tiere wird abgelehnt.

Die EG-Öko-Verordnung und die Richtlinien der deutschen Anbauverbände garantieren die Qualität der Bio-Lebensmittel.

Wo bekomme ich Bio-Gemüse?

Bio-Gemüse kann vielfach auch direkt beim Biobauern in sogenannten "Abo-Kisten" bestellt werden. Die Kisten werden in verschiedenen Größen - vom Single-Haushalt bis zur Großfamilie - angeboten. Das Gemüse wird entsprechend der Jahreszeit ausgesucht und stammt aus kontrolliert biologischem Anbau. Manche Anbieter erweitern diesen Service mit Rezeptvorschlägen. Wiederentdeckte regionale Gemüsearten wie Mangold oder Rübstiel kommen so zu neuen Ehren.

Auf Wunsch ist es möglich, die Abo-Kiste auch mit Brot, Milch oder Käse aus kontrollierter Produktion aufzufüllen. Der BUND Naturschutz rät, Informationen unter www.oekolandbau.de einzuholen. Dort finden die Verbraucher regionale Anbieter, Adressen und Informationen zur jeweiligen Produktpalette.

Der BUND Naturschutz in Bayern gibt auch selbst regionale Adressverzeichnisse von Biobauern und Abokistenlieferanten heraus.

Mehr Infos:

Bio-Einkaufsführer
www.oekolandbau.de