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Bio-Pflanzen für Balkon und Garten

Bio ist die bessere Wahl, nicht nur beim Essen! Achten Sie auch beim Bepflanzen von Garten und Balkon auf das Biosiegel. 

Blühender Blauregen (Foto: Marion Betzler/BN)

Wer bei der Neugestaltung von Balkonen, Gärten oder Parkanlagen auf die richtige Auswahl der Pflanzen achtet, kann Schmetterlinge und Bienen schützen helfen. Wir empfehlen dafür Pflanzen aus ökologischem Anbau. Eine Mischung aus Wildkräutern und Blütenpflanzen bietet optimalen Lebensraum für viele bedrohte Schmetterlings- und Bienenarten.

Bio-Pflanzen sind weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge und gedeihen gut ohne chemische Spritz- und Düngemittel. Sie haben meist kräftigere Wurzeln und wachsen besser an. Obst und Gemüse aus ökologischem Saatgut sind praktisch für Hobbygärtner*innen und -köch*innen, denn sie haben eine längere Ernteperiode und reifen nicht alle zur gleichen Zeit.

Wie bei Lebensmitteln ist das Siegel "Bio" auch bei Pflanzen nach europäischem Recht geschützt. Zu erkennen sind die Gewächse am EU-Bio-Siegel, oder einem Loge der Bioanbauverbände. 

Um länger Freude an Ihren Pflanzen zu haben, sollten Sie auch auf deren Ansprüche an Erde, Wasser, Licht und Dünger achten. Wer Bio-Pflanzen sucht, findet im Internet unter www.bio-zierpflanzen.de Anbieter in seiner Nähe.

Wenig Torf, kein Kunstdünger

Beim Anbau von Bio-Pflanzen sollte im Garten auf Kunstdünger und Pestizide verzichtet und kein Torf verwendet werden. Letzteres schützt gefährdete Moorgebiete. Mehr zum Thema Torf

Neben vielen Bio-Kräutern lassen sich auch Zierpflanzen, wie die Apfelgeranie oder das Zitronengras, zum Verfeinern von Speisen nutzen oder als Tee genießen.

Attraktiv für Familien sind auch "Naschkästen" oder "Naschbeete" mit angepflanzten Erdbeeren oder Cocktailtomaten.

Besonders reizvoll ist es, Samen von alten heimischen und fast vergessenen Pflanzen zu säen. Früchte wie Spargelerbse, Weiße Beete, Ochsenherz oder Berliner Aal bieten neue Geschmackserlebnisse.

Bio-Saatgut

Im eigenen Garten bestimmen Sie über Gedeih und Verzehr.

Wie wär’s mal mit rotem Malabar-Spinat, einer tropischen Kletterpflanze? Oder Gartenmelde als Spinatersatz? Alte oder seltenere Gemüsesorten wie Haferwurz, ein fast vergessenes Wurzelgemüse, Erdkirsche und Zuckerwurzel, eine süße Delikatesse, bereichern jeden Speiseplan – und Ihren Garten.

Auch hier ist Bio-Saatgut die erste Wahl. Eine Liste der Bio-Saatgut- und Pflanzenanbieter finden Sie  hier