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STREUSALZ: SALZ GEHÖRT IN DIE SUPPE...

… und nicht auf den Gehweg. Denn Streusalz gegen Schnee und Eis schadet Bäumen und Tieren. Der BUND Naturschutz bittet deshalb alle Bürger, beim Privatgebrauch auf Streusalz zu verzichten, zumal es hervorragende Alternativen gibt.

Foto: oksix/forolia.com

Jedes Jahr werden Unmengen Streusalz in Bayern eingesetzt und damit Bäume am Straßenrand oder im Garten schwer geschädigt. Aber auch Haustiere, die ja auch mal rausmüssen, haben mit der scharfen Salzlösung zu kämpfen. Wenn Straßenmeistereien Streusalz verwenden dürfen, heißt es noch lange nicht, dass der Salzeinsatz unbedenklich wäre. Zu beachten sind Streusalzverbote auf Gehsteigen. Den vom Landesamt für Umwelt empfohlenen „differenzierten Winterdienst“, bei dem in vielen Städten nur noch wichtige Straßen und besondere Gefahrenstellen mit Streusalz behandelt werden, Nebenstraßen aber gar nicht mehr, begrüßt der BUND Naturschutz, hat dieser Verzicht doch zu einem Rückgang der Belastung beigetragen.

Streusalz schadet Pflanzen und Tieren und ist oft verboten

Streusalz belastet Böden und Gewässer, greift Pflanzenwurzeln und Tierpfoten an. Die Schäden an Bäumen und Sträuchern zeigen sich vor allem in den Sommermonaten. Korrosionsschäden an Fahrzeugen aller Art und Brücken gehen häufig auf das Konto von Streusalz. Schuhe und Kleidung werden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Bereits im November 2012 hatte sich z.B. die Nürnberger Umweltbehörde über den hohen Chloridgehalt im Grundwasser der Stadt besorgt gezeigt und als Hauptursache den Einsatz von Streusalz kritisch gesehen.

In vielen Kommunen ist der private Einsatz von Streusalz zu Recht verboten. Leider verkaufen dort die Baumärkte weiterhin Streusalz in großer Menge. In Bayern ist laut einer Liste des Landesamtes für Umwelt von 2012 in folgenden Städten der Einsatz verboten oder eingeschränkt: Amberg, Ansbach, Aschaffenburg, Augsburg, Bamberg, Bayreuth, Coburg, Erlangen, Fürth, Hof, Ingolstadt, Kaufbeuren, Kempten, Landshut, Memmingen, München, Nürnberg, Passau, Regensburg, Rosenheim, Schwabach, Schweinfurt, Straubing, Weiden in der Oberpfalz, Würzburg.

Alternativen zu Streusalz

Auch andere Streumittel sollten nur sparsam verwendet werden, da diese ebenfalls die Umwelt belasten. Um abstumpfende Streumittel wie Splitt oder Kies herzustellen, auszubringen und wieder einzusammeln, braucht es Energie, besonders wenn dafür Streu- und Kehrfahrzeuge eingesetzt werden. Zudem können Splitt und Granulat giftige Substanzen wie Arsen, Blei oder Quecksilber enthalten.

Bei Schneefall reicht es meist aus, Gehwege gründlich und rechtzeitig mit Schippe oder Besen zu räumen. Bei Eis und erhöhter Glättegefahr bieten sich Sand, Kies oder Sägespäne als Streumittel an. Auch Streumittel mit dem Umweltzeichen "Der Blaue Engel" sind geeignet und weitgehend frei von umweltschädlichen Stoffen. Gebrauchtes Streugut gehört weder in die Mülltonne noch in die Kanalisation, sondern sollte von der Stadtreinigung aufgekehrt und fachgerecht aufbereitet werden.