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Amphibienwanderung: Autofahrer bitte aufpassen!

Die milderen Temperaturen und Regenfälle locken Kröten, Frösche und Molche bereits jetzt aus den Winterquartieren. Rund 6.000 freiwillige Helfer des BUND Naturschutz (BN) beginnen daher mit dem Aufbau von Amphibienzäunen an Straßen. Das rettet jährlich bis zu 700.000 Amphibien das Leben. Jeder kann mithelfen! Der BN bittet Autofahrer um erhöhte Aufmerksamkeit.

Frösche, Kröten, Unken und Molche sind jetzt ebenso wie Amphibienschützer auf die erhöhte Wachsamkeit der Autofahrer angewiesen (Foto: Joachim Opleka/fotolia.com)

Foto Herbert Stadelmann

02.03.2017

Mit den ersten warmen Tagen und frostfreien Nächten machen die Amphibien sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Vor allem in den Abend- und Nachtstunden überqueren sie dann scharenweise unsere Straßen. Deshalb sind in den nächsten Wochen wieder die ehrenamtlich Aktiven des BUND Naturschutz an Straßenrändern unterwegs, bauen zusammen mit Mitarbeitern von Bauhöfen und Landschaftspflegeverbänden Amphibienzäune auf und bringen die eingesammelten Tiere sicher auf die andere Straßenseite.

Der Klimawandel mit milderen und kürzeren Wintern führt dazu, dass diese Arbeiten immer früher im Jahr beginnen müssen, während das Sammelende gleich bleibt. Damit steigt der Betreuungsaufwand oft enorm."Mit rund 6000 Helfern ist die Rettung unserer Amphibien die größte Tier- und Artenschutzaktion Bayerns", erklärt der BN-Artenschutzreferent Kai Frobel. "Dennoch gibt es immer wieder Strecken, die aus Mangel an freiwilligen Helfern nicht betreut werden können. Jede Hilfe ist nötig und willkommen!"

Der BN bittet deshalb alle Autofahrer in den kommenden Wochen um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme:

  • Befolgen Sie die Geschwindigkeitsbegrenzungen und Warnschilder an den Amphibienschutzzäunen.
  • Achten Sie an den Stellen, an denen ehrenamtliche Naturschützer Krötenzäune errichtet haben, auf die Helfer, die am Straßenrand Tiere einsammeln.

Werden Sie Amphibienretter! Sie haben eine Stelle entdeckt, an der viele Amphibien überfahren wurden und an der kein Schutzzaun errichtet ist? Oder Sie wollen mithelfen? Sie sind herzlich willkommen. Wir freuen uns auf Sie! Bitte schreiben Sie uns eine Mail: amphibien@bund-naturschutz.de