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Zur Landtagsdebatte über den Wolf: Taten statt verbaler Treibjagd!

Der BUND Naturschutz in Bayern (BN) kritisiert, dass bevor überhaupt ein einziges Wolfsrudel da ist der Abschuss propagiert wird, anstatt ein überfälliges Förderprogramm für Schäfer und Weidetierhalter anzubieten.

Foto: von Düren/fotolia.com

02.02.2017

"Eine prominente Tierart, der Wolf, kehrt allmählich nach Bayern zurück und die erste Reaktion ist der Ruf nach der Flinte" so Hubert Weiger, Vorsitzender des BN. Der BN fordert bereits seit 2014 vom Freistaat ein landesweites Förder- und Beratungsprogramm in Höhe von 1 Mio. € jährlich für Schäfer und Weidehalter, damit diese die in anderen Ländern bestens bewährten Vorsorgemaßnahmen wie den Einsatz von speziellen Herdenschutzhunden endlich einsetzen können. "Wir brauchen sowieso - mit oder ohne Wolf - ein Existenzsicherungsprogramm für die bayerische Schäferei", so Weiger.

Die heute erfolgte Landtagsdiskussion von CSU und Freien Wählern um eine Abstufung des Wolfes im europäischen Recht ist eine Schein-diskussion. Die deutsche und europäische Rechtslage erlaubt schon immer einen Abschuss, wenn es wirklich zu großen Schäden oder jemals zu gefährlichen Situationen kommen sollte. Christian Hierneis, Wolfsexperte im BN-Landesvorstand: "Die Staatsregierung lässt die Schafhalter im Regen stehen und überlässt sie sich selbst. Die Gesellschaft will die Beweidung in der Landschaft ebenso wie den Wolf und deshalb muss die Politik etwas dafür tun, anstatt mit formalrechtlichen Nebensächlichkeiten abzulenken und die Stimmung aufzuheizen!"

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Für Rückfragen

Dr. Kai Frobel
Artenschutzreferent
BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Tel. 09 11 / 8 18 78 18
kai.frobel@bund-naturschutz.de

Christian Hierneis
Landesvorstand
BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Tel. 01 78 / 5 37 20 48
hierneis@gmx.de