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Alternative zu den geplanten Brücken über das Naturschutzgebiet Höllental

Landesvorstand des BUND Naturschutz besichtigt Alternativ-Vorschlag

Foto: BN. Von rechts: Uli Scharfenberger, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Hof, Sebastian Schönauer, stellv. Landesvorsitzender, Martin Geilhufe, Landesbeauftragter, Wolfgang Degelmann, Geschäftsführer der Kreisgruppe Hof, Richard Mergner, Landesvorsitzender

16.04.2019

Der Romansfelsen am Ortseingang von Bernstein, einem Ortsteil von Schwarzenbach/Wald, ist Schauplatz einer Information der Kreisgruppe Hof mit dem des Landesvorstandes des BUND Naturschutz in Bayern e.V. zum Thema Hängebrücke.

Das Landratsamt Hof plant derzeit eine 900-1.000 m lange Fußgängerhängebrücke über das Naturschutz- und FFH-Gebiet Höllental sowie eine knapp 400 m lange Brücke über das Lohbachtal bei Lichtenberg. Der BUND Naturschutz sieht die Planung über das Naturschutzgebiet kritisch und prangert eine fehlende bzw. mangelhafte Prüfung von Alternativen Lösungen an.

"Im Landkreis Hof sind 420 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das entspricht 0,4 Prozent der Fläche des Landkreises und liegt damit im unteren Mittelfeld im bayerischen Vergleich" so Uli Scharfenberg, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Hof. "Dabei ist das Höllental mit 164 ha das größte Naturschutzgebiet im Landkreis Hof mit immerhin 40 % der gesamten Schutzgebietsfläche. Und genau dieses Kleinod des Naturschutzes soll nun mit einer Hängebrücke und unabsehbaren Folgen für den Naturschutz überspannt werden."

Dabei stellt sich der BUND Naturschutz nicht prinzipiell gegen eine Touristenattraktion in Form einer Hängebrücke. Von Beginn der Planungen wurde der Prozess durch den BN konstruktiv begleitet. Nur am Standort Höllental scheiden sich die Geister.

"Der Frankenwald bietet viele tief eingeschnittene Täler, die mittels einer Hängebrücke spektakulär überspannt werden könnten, warum muss es denn unbedingt dieser hochsensible Bereich eines FFH-Gebietes sein?" so Richard Mergner, Landesvorsitzender des BN.

Der BUND Naturschutz bittet die Verantwortlichen in Planung und Politik, doch alternative Standorte - wie z.B. das Tal der Wilden Rodach vom Romansfelsen hin zum geplanten Naturparkzentrum am Gasthof Fels - hinsichtlich ihrer Eignung als möglichen Hängebrückenstandort fundiert zu untersuchen und so einen echten "Brückenschlag" zwischen den Belangen des Naturschutzes und des Tourismus zu ermöglichen.

Für Rückfragen:

Tom Konopka, Regionalreferent für Mittel- und Oberfranken Telefon 0911 81878-24, 0160 8531944, tom.konopka@bund-naturschutz.de