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Amphibien gehen wieder auf Wanderschaft

Frösche und Kröten unterwegs zu ihren Laichplätzen /

BUND Naturschutz bittet Autofahrer um Vorsicht / Ungesicherte Übergänge melden

Die ersten wärmeren Tage werden bald Kröten, Frösche und Molche aus den Winterquartieren locken. Bei etwas milderen Temperaturen und Regenfällen machen sich die Tiere in großer Zahl auf den Weg zu ihren Laichplätzen. Überall in Bayern werden deshalb zurzeit Amphibienzäune aufgebaut, auch wenn das Wetter noch etwas zu kühl und trocken ist. Rund 6000 freiwillige Helfer des BUND Naturschutz (BN) sind dabei im Einsatz: Sie errichten Zäune, sammeln die Tiere ein und bringen sie sicher über die Straßen. Das rettet jährlich rund 700 000 Amphibien das Leben. Es ist die größte Mitmachaktion des Naturschutzes in Bayern. Autofahrer bitte aufpassen!

Amphibienwanderung Foto Herbert Stadelmann

11.03.2016

Wenn Amphibien aus der Winterstarre erwacht sind, machen sie sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Vor allem in den Abend- und Nachtstunden überqueren sie dann scharenweise unsere Straßen. Doch der Weg zur Fortpflanzung endet oft mit dem Tod auf der Straße. Deshalb sind in diesen Wochen wieder die ehrenamtlich Aktiven des BUND Naturschutz an Straßenrändern unterwegs, bauen Amphibienzäune auf und bringen die eingesammelten Tiere sicher auf die andere Straßenseite. "Bis Ende April muss man auf unseren Straßen mit den Amphibien rechnen oder mit Menschen, die zu deren Schutz in den Morgen- und Abendstunden unterwegs sind", so Kai Frobel, Artenschutzreferent des BN.

Der BUND Naturschutz bittet alle Autofahrer deshalb in den kommenden Wochen um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme:

 * Befolgen Sie die Geschwindigkeitsbegrenzungen und Warnschilder an den Amphibienschutzzäunen.

 * Achten Sie an den Stellen, an denen ehrenamtliche Mitarbeiter des BUND Naturschutz Krötenzäune errichtet haben, auf die Helfer, die am Straßenrand Tiere einsammeln.

* Reduzieren Sie Ihr Tempo auf Straßen, die an Talwiesen oder Feuchtgebieten vorbeiführen, auch wenn keine Warnhinweise aufgestellt sind.

* Denken Sie daran, das vor allem warme, regnerische Abende die fortpflanzungsbereiten Tiere massenweise zur Laichwanderung locken.

* Der BUND Naturschutz bittet um Ihre Mithilfe: Sie haben eine Stelle entdeckt, an der viele Amphibien überfahren wurden und an der kein Schutzzaun errichtet ist? Bitte teilen Sie dies dem BN mit per Mail an: amphibien@bund-naturschutz.de

Die zuständige Kreisgruppe wird den Straßenabschnitt schnellstmöglich untersuchen.

Für Rückfragen:

Ulrike Geise

Tel. 0 93 86 / 9 01 61

E-Mail: ulrike.geise@bund-naturschutz.de

Anlage:

Foto 1: Erdkröte (Foto: Wolfgang Willner)

Foto 2: Amphibienwanderung (Foto: Herbert Stadelmann)

Die Bilder sind zur honorarfreien Nutzung freigegeben bei Nennung des Fotografennamens.

 

Hintergrundinformation: BUND Naturschutz Der BN ist mit über 220.000 Mitgliedern der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Er setzt sich für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein - bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit über 100 Jahren. Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International. Als starker und finanziell unabhängiger Verband ist der BN in der Lage, seine Umwelt- und Naturschutz-positionen in Gesellschaft und Politik umzusetzen.