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BN enttäuscht über Ablehnung Petition Sondergebiet Praßreut

Der Petitionsausschuss hat heute die vom BUND Naturschutz eingereichte Petition mit dem Titel „Keine Zersiedlung und Verschandelung der reizvollen Landschaft des Naturparks Bayerischer Wald – Für eine landschaftsgerechte Gewerbeentwicklung in der Gem. Röhrnbach, Landkreis Freyung-Grafenau“ abgelehnt.

26.09.2018

„Die Ablehnung im Petitionsausschuss zeigt erneut, dass Landschaftszerstörung und Flächenfraß auf der grünen Wiese ungebremst weitergehen. Wir sind enttäuscht über diese Entwicklung – selbst auf den schönsten Flecken in Bayern, wie hier im Naturpark Bayerischer Wald werden Wirtschaftsinteressen Vorrang vor dem Erhalt des Landschaftsbildes gegeben“, kommentiert Martin Geilhufe, BN- Landesbeauftragter.

Im Röhrnbacher Ortsteil Praßreut ist ein Logistikzentrum mit 850 Stellplätzen in ca. 4 ha Größe im Entstehen – fast so groß wie der Ort selbst. Früher oder später muss die Zufahrtsstraße für Schwerlasttransporter ausgebaut werden – mit zusätzlicher Lärm- und Verkehrsbelästigung für die Anwohnerinnen und Anwohnern.

„Das Sondergebiet in Praßreut ist das Beispiel einer gravierenden Fehlentwicklung im ländlichen Raum. Ein fataler Präzedenzfall mit landesweiter Bedeutung. Selbst die Regierung von Niederbayern als auch das Landratsamt sehen das Projekt als kritisch und haben durchaus Probleme damit, unternehmen aber keine weiteren Schritte aufgrund der kommunalen Planungshoheit“, so Julika Selinger-Schreiber, BN-Regionalreferentin für Niederbayern.


Für Rückfragen:
Julika Selinger-Schreiber, Regionalreferentin Niederbayern
Tel.: 089/ 54 83 01 12; Mobil: 0175/ 355 97 06
julika.selinger@bund-naturschutz.de