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Brief und Petition Fuer die Buergerenergiewende - Gegen Stromautobahnen!

Wir fordern vom deutschen Ministerium für Wirtschaft ein Energiekonzept, das die dezentrale Bürgerenergiewende unterstützt, Bürgerinnen und Bürger demokratisch miteinbezieht, und nicht nur die Wünsche der Übertragungsnetzbetreiber und großen Energieversorgungsunternehmen berücksichtigt.

Erheben Sie Ihre Stimme gegen den Netzentwicklungsplan 2025 und schreiben Sie an Bundesminister Sigmar Gabriel und unterzeichnen Sie die Petition!

Foto: G. Reuß, BN

27.11.2015

 

Sehr geehrter Herr Bundesminister Gabriel,

"Ich spreche mich gegen den Bau der geplanten HGÜ-Trassen Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen gemäß aktuellem Netzentwicklungsplan (NEP) 2025 aus. Entgegen fachlich fundierter Stellungnahmen des BUND e.V. und knapp 40000 weiterer Stellungnahmen zum NEP 2024-2 wurde keine alternative Variante ohne Trassenneubau in den aktuellen NEP aufgenommen. Zudem verstößt das Vorhaben durch das verabschiedete Netzausbaubeschleunigungsgesetz gegen die demokratischen Grundrechte aller Bürgerinnen und Bürger auf frühzeitige Klagemöglichkeiten (gemäß Aarhus-Konvention). Ich fordere den sofortigen Planungsstopp der HGÜ-Trassen, Schaffung von neuen Rahmenbedingungen in einem dezentralen Energiekonzept, einen dezentralen Szenariorahmen, die Aufnahme von Alternativen in den NEP und deren ergebnisoffene Untersuchung unter Berücksichtigung der Vorschläge von Umweltorganisationen, Wissenschaftlern und Bürgerinitiativen."

Begründung:

Echte Energiewende benötigt Dezentralität und damit Veränderungen! Die konventionelle Energiepolitik setzte auf Atom und Kohle. Atomtechnologie ist eine gefährliche Sackgasse. Ein Atomendlager für radioaktive Abfälle ist nicht in Sicht. Fossile Energieträger sind endlich und bedrohen das globale Klima durch Treibhauseffekte des Verbrennungsproduktes Kohlendioxid. Die Nutzung fossiler Energien richtet sich gegen die Klimaziele Deutschlands. Klimaschutz muss heute beginnen, um die globale Klimaerwärmung auf unter 2 Grad Celsius zu begrenzen. Energiewende dagegen bedeutet den Umbau unseres Energiesystems. Die erneuerbaren Energien müssen dringend weiter ausgebaut werden. Stromspitzen und -überschüsse müssen gespeichert werden. Versorgungssicherheit mit Strom für Alle muss dezentral gewährleistet werden. Wichtige Ziele sind Energiesparen in den Sektoren Wärme, Stromsparen und Verkehr, dort strukturell und durch Ausbau der Elektromobilität.

Der Bau von HGÜ-Trassen bringt nur eine räumliche Verschiebung des Stroms. Leitungen speichern nicht. HGÜ-Trassen ersetzen keine regionale Versorgungssicherheit. Der Bau von HGÜ-Trassen dient zentralen Strukturen, wie dem europäischen Strombinnenmarkt, und behindert dadurch dezentrale Strukturen. Dezentralität ist wichtig und das Konzept der Energiewende. Strom, der vor Ort erzeugt und verbraucht wird, muss nicht über lange Wege transportiert werden. Dezentralität entlastet die Netze. Damit Strom auch für alle bezahlbar bleibt, muss objektiv geprüft werden, in welche langfristigen und zukunftsfähigen Technologien wir investieren sollen. Alternative Technologien der dezentralen Energieversorgung bieten auch langfristig Arbeitsplätze, Innovationen und Wertschöpfung vor Ort.

Wir sind stolz sind auf das, was wir bislang erreicht haben. Wir fordern unser Recht auf demokratische Mitbestimmung ein. Wir Bürgerinnen und Bürger wollen die Energiewende und wir machen die Energiewende! Machen Sie mit!

 

Link zur Petition

Link zur Unterschriftenliste

Link zum NEP 2025

Stellungnahme des BUND Naturschutz zum NEP 2025

Stellungnahmenn des BUND Naturschutz zu NEP 2024 und NEP 2014