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BUND Naturschutz betont erneut die Ablehnung einer Neubautrasse am Brennernordzulauf

Zur heutigen Vorstellung der geplanten Grobtrassen-Varianten durch die DB, betont der BUND Naturschutz, dass es für eine Neubaustrecke beim Nordzulauf keinen Bedarf gibt.

01.07.2019

„Vordringliches Ziel muss sein, die bestehende zweigleisige Trasse höher auszulassen“, so Richard Mergner, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz. „Bisher sehen wir auf der Bestandstrasse genügend Kapazitäten für eine Verkehrsverlagerung vom LKW auf die Schiene. Erst wenn ein tatsächlicher Bedarf nach einem zusätzlichen dritten und vierten Gleis nachgewiesen ist kann über einen Neubau befunden werden.“

 „Auch heute ist wieder nicht zu erkennen, wie es zu einer Steigerung der Zugzahlen kommen soll. Es sind auch keine politischen Maßnahmen zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene zu erkennen, die dafür notwendig wären“, äußert sich Peter Kasperczyk, 1. Vorsitzender, BN-Kreisgruppe Rosenheim.Die DB sollte die Zeit für den Ausbau von Lärmschutzmaßnahmen an der Bestandesstrecke nutzen. Die Bürger im Inntal müssen auch ohne möglichen Bau einer Neubaustrecke ausreichend vor Schienenlärm geschützt werden.Zudem ist es sehr wichtig, dass wir die Verkehrszahlen auf der Schiene und Straße reduzieren und diese grundsätzlich begrenzt werden“, so Kasperczyk weiter.

 Der Landesvorstand des BUND Naturschutz hatte bereits im Vorjahr einen Beschluss verabschiedet, in dem er sich kritisch zur Alpentransitpolitik äußert und wirksame Maßnahmen hin zu einer verbindlichen Verkehrsvermeidungs- und Verkehrsverlagerungspolitik im Alpenraum fordert. Dazu zählen laut BN auch die Einführung einer höheren Korridor-Maut an der Brenner-Achse sowie einer Alpentransitbörse, mit klaren Obergrenzen, um Mensch und Natur vor Lärm und Schadstoffen zu entlasten.  

Für Rückfragen:

Annemarie Räder

Regionalreferentin Oberbayern

Tel.: 08954829818

annemarie.raeder@bund-naturschutz.de